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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

Trend zu Naturfilmen : „Landschaft wirkt hier einfach besser“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Green-Screen-Festival kommt mit drei Naturfilmen nach Husum – und lockt ganz andere Besucher als sonst an. Kino-Center-Chef Stephan Hartung weiß: Naturfilme liegen im Trend.

Green Screen wirft seine Schatten voraus: Am Dienstag, 30. August, kommt das Naturfilm-Festival mit drei Beiträgen nach Husum ins Kino-Center auf der Neustadt – inzwischen zum sechsten Mal. Und zwar wieder in den großen Saal, ins „Oldie“. Denn der Zulauf zu dem von den Husumer Nachrichten präsentierten Film-Abend ist enorm, wie Kinobetreiber Stephan Hartung weiß: „Naturfilme sind inzwischen ein echter Publikumsmagnet.“ So sind die 240 Karten, die zum Eintritt berechtigen und zugleich als Stimmzettel für die Wahl zum Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages dienen, auch längst komplett vergriffen.

Für Hartung ist der Festival-Abend in seinem Kino mit relativ wenig Aufwand verbunden: „Ich stelle eigentlich nur den Saal und den Projektor zur Verfügung sowie das Mikrofon für die Moderation“, erzählt er. Natürlich müsse während der Vorführung auch darauf geachtet werden, dass die Technik mitspielt. „Aber das gilt ja für jeden Film.“ Und seine Angestellten sorgen zudem für das Catering der Gäste, also dafür, dass jeder Getränke und Süßes oder Salziges kaufen kann.

Alle Green-Screen-Filme würden immer schon sehr rechtzeitig geliefert, sagt Hartung. „Die liegen schon seit ein paar Wochen hier.“ Und während die ersten beiden Festival-Abende 2011 und 2012 noch mit Blu-Ray-Discs und Beamer präsentiert werden mussten, kommen inzwischen ganz normale Digital-Kopien für den Kino-Gebrauch zum Einsatz. „Das ist jetzt sehr professionell geworden“, lobt Hartung.

Obwohl sein Kino eigentlich für alle Eventualitäten gerüstet ist. „Wir haben sogar noch zwei Projektoren für die alten 35-Millimeter-Filme hier“, sagt er. Anfangs hätten ihn alle belächelt, als er bei der Umrüstung auf digitale Projektion die alten Geräte behielt. „Aber die kommen regelmäßig bei den Husumer Filmtagen oder dem Filmclub zum Einsatz, wenn Streifen gezeigt werden, die es weder digital noch auf DVD gibt.“

Hartung findet es „phänomenal“, mit welchem Einsatz die ehrenamtlichen Green-Screen-Mitarbeiter bei der Sache sind. Die kommen am Veranstaltungstag, platzieren ihre Aufsteller und Spendenboxen und moderieren auch den Abend – nicht nur in Husum, sondern in allen 14 Städten Schleswig-Holsteins, durch die das Festival vor der großen Preis-Gala am 17. September in der Eckernförder Stadthalle tourt.

Interessant findet Hartung vor allem, dass es ganz andere Gesichter als sonst sind, die zu dem Green-Screen-Filmabend erscheinen: „Das ist nicht unser normales Mainstream-Publikum.“ Obwohl das Genre auch diesen schon erreicht hat. „Es gibt einen Trend, dass Natur- und Reisefilme auch abseits von Green Screen immer häufiger den Weg auf die große Leinwand finden.“ Was auch seinen Grund hat: „Großartige Landschaftsaufnahmen wirken hier doch einfach besser.“ So werde es auch bei den diesjährigen Husumer Filmtagen im Oktober einen Schwerpunkt mit derartigen Filmen geben. Welche das sein werden, will er allerdings noch nicht verraten. „Das geben wir dann rechtzeitig im Vorfeld der Filmtage bekannt. Jetzt steht erst einmal Green Screen an.“

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erstellt am 24.Aug.2016 | 15:00 Uhr

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