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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 14:50 Uhr

Highlight für Kunstfreunde : Kulturnacht lockt nach Friedrichstadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

21 Galerien, Museen, Ateliers und Privathäuser beteiligen sich am Sonnabend in Friedrichstadt an der 18. Kulturnacht. Viele auswärtige Künstler stellen ihre Werke aus.

Eine Idee wurde in Friedrichstadt geboren und auch umgesetzt, die schnell von anderen Städten kopiert wurde. Bereits 1998 gab es in dem Holländerstädtchen die erste Kulturnacht. An einem Abend im August öffneten Künstler, Museen und Galeristen in der Stadt ihre Pforten für Besucher. Im Gespräch mit den Gästen wollten die Kunstschaffenden, so die Intention der Kulturnacht-Initiatoren, ihre Arbeiten erläutern, darüber Gespräche führen und gleichzeitig die Möglichkeit geben, mitzuerleben, wie ein Werk entsteht. Nun ist es wieder soweit. Am Sonnabend (27.) findet in Friedrichstadt die mittlerweile 18. Kulturnacht statt. Beginn ist um 18 Uhr, offizielles Ende ist um Mitternacht, doch erfahrungsgemäß gibt es noch die ein oder andere Station, wo nicht auf die Sekunde genau der Schlüssel umgedreht wird.

Schon traditionell ist die Eröffnung in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge. Diesmal durch die stellvertretende Kreispräsidentin Margarethe Ehler. Dazu spielt das Duo Schmarowotsnik sein Programm „Klesmer und so“. Neben jiddischer Musik spielen Christine von Bülow (Oboe, Englischhorn) und Martin „Quetsche“ Worlitzsch (Akkordeon) Osteuropa-Folk mit Abstechern ins Orientalische. Wer die Eröffnung verpasst hat, der kann dort auch nochmals ab 21.30 Uhr vorbeischauen, dann spielt das Duo erneut auf. Zwischenzeitlich sind dort unter dem Titel „Neue Kunst aus dem Iran“ Werke von mehr als 40 Illustratoren zu sehen.

Im Stadtmuseum Alte Münze werden neben der Ausstellung zur Stadtgeschichte auch Bilder von Klaus Musolf gezeigt. Eine der schon seit Jahren teilnehmenden Stationen ist die St. Christophorus-Kirche. Dort führt Erhard Brauer jeweils um 19 und 20 Uhr Interessenten zum Turmuhrwerk hinauf. Und im Jürgen-Owens-Haus neben der Kirche gibt es eine Ausstellung von Günter Skrodzki. Holzschnitte aus seinem Bibel-Zyklus sind zu sehen. Dagmar Kiesewetter zeigt Schmuckstücke aus Glas in diversen exklusiven Techniken im Glasatelier Nieke, und in der Galerie Freund heißt es „Santorin trifft Nordfriesland“. Dort hängen Fotografien von Bernd Weinert und Bilder von Thomas Freund an den Wänden.

Die Malerin Monika Missy zeigt bei C2 creative lounge Acrylbilder und im Rathaus am Markt sind Skulpturen vom Bildhauer Nikolaus Cramer und Sigrid Stegemann sowie Bilder von Eva Muggenthaler zu sehen. Mit der Flüchtlingssituation befasst sich die Fotoausstellung „Angekommen – Flüchtlinge in Friedrichstadt“ von Sebastian Müller in der Touristinformation. Im Privathaus Hanna von Kunhardt stellen die Malerinnen Doris Reineking und Beate Reith ihre Arbeiten aus.

In der Studio-Galerie sind Ken Hammann und Kai Ludwig aus Hamburg mit Bildern, Booten und Objekten vertreten, dazu rezitiert Schauspieler Veith von Krottnaurer kurze Texte. Bilder von Ernst Kahl hängen im Paludanushaus, und im Privathaus Möller sind fotografische Landschaftsimpressionen von Niklas Möller zu sehen. Im Café Fritz findet sich die größte Grafik-Sammlung von Ingwer Paulsen, während in der Keramikwerkstatt Stümpel „Gebrannte Bücher – eine keramische Auseinandersetzung mit dem Buch als Ästetikum“ vorgestellt werden. Johanna Iversens Frauen aus Pappmaché bevölkern Silkes Schuhparadies, und in der Goldschmiede Wickord wird gehäkelter und gestrickter Schmuck präsentiert. Glaskünstler Johan Strandt stellt in der Atelier Galerie Provence Jocelyne Nadolny-Papillon aus, im Privathaus Schwarzes Ross liest die preisgekrönte Krimi- und Kurzgeschichten-Autorin Zoe Beck, während im historischen Gästehaus „Delfter Träume“ Linde Reinecke „Tönerene Köpfe“ zeigt.

Bis morgen sind Eintritts-Armbänder im Vorverkauf in der Friedrichstädter Touristeninformation und in der Buchhandlung Stümpel am Fürstenburgwall zu haben. Auch Sonnabend gibt es sie noch. Ein Flyer zeigt die einzelnen Standorte. Info unter www.kulturnacht.sh.

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erstellt am 25.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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