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Husumer Shopping-Center : Kulturministerium stimmt Abriss der Villa Fabelhaft zu

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Architektenwettbewerb soll neue Ideen für die Fassade des geplanten Shopping-Centers liefern. Fünf Büros sollen ihre Entwürfe abliefern, Ende Juni wird darüber entschieden.

Der seit einem Dreivierteljahr andauernde Disput zwischen Denkmalschutzbehörde und Vorhabenträger über das Neubauprojekt Husum Shopping-Center ist beigelegt. Am Ende eines intensiven und kontroversen Abstimmungsprozesses hat das zuständige Landesministerium für Justiz, Kultur und Europa in Kiel seine Zustimmung zum Abbruch des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Großstraße 19 in Aussicht gestellt, wenn ein Fassadenwettbewerb durchgeführt wird. Bei dem vorliegenden Planungskonzept ist es nicht möglich, einen substanziellen Teil des auch als „Villa Fabelhaft“ bezeichneten Hauses mit vertretbarem Aufwand zu erhalten.

Das vom Eigentümer ausgelobte Verfahren beginnt Mitte Mai. Fünf Architekturbüros werden parallel beauftragt, Vorschläge für die Gestaltung der Hauptfassade an der Großstraße zu erarbeiten. Ende Juni werden Denkmalschutzbehörde, die Stadt Husum, Vertreter der politischen Parteien, der Investor und der Projektentwickler gemeinsam entscheiden, wie sich das neue Center präsentieren soll. Der prämierte Entwurf wird dann vom Hamburger Architekturbüro NPS Tchoban Voss in die Gesamtplanung eingearbeitet. Das Bebauungsplanverfahren für das Projekt wird voraussichtlich noch in diesem Sommer abgeschlossen.

„Städtisches Ziel ist eine adäquate und zukunftsfähige Nachnutzung des ehemaligen Hertie-Geländes mitten im Herzen Husums“, sagt Bürgermeister Uwe Schmitz. Durch eine stimmige Neubebauung solle das Waren- und Gastronomie-Angebot für Einheimische und Touristen verbessert und die Stadt dadurch insgesamt attraktiver gemacht werden. „Deshalb freuen wir uns, dass es nun mit dem Projekt vorangeht. Ich bin überzeugt davon, dass der Architektenwettbewerb wichtige Impulse geben und eine Aufwertung der Innenstadt bewirken wird.“

„Die Auslobung eines Gestaltungswettbewerbs für die Fassade des neuen Einkaufszentrums stellt einen tragfähigen Kompromiss bei der Lösung des bisherigen Zielkonflikts dar“, sagt Kultur-Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer in Kiel. Das Entscheidungsgremium, dem auch die Denkmalschutzbehörde angehören werde, könne auf diese Weise eine schlüssige städtebauliche und gestalterische Gesamtlösung für die Hauptfassade sicherstellen, die sich verträglich in das historische Stadtbild und die vorhandenen Strukturen einfügen werde. „Die vom neuen Denkmalschutzgesetz eröffnete Möglichkeit, unterschiedliche Belange in derartigen Entscheidungen abzuwägen, hat so auch hier zu einem für alle Seiten akzeptablen Kompromiss geführt.“

Damit sei die Frage, wie die Hauptfassade des Husum Shopping-Centers genau aussehen wird, wieder offen, sagt Martin Mörl, Geschäftsführer des Projektentwicklers Prelios Immobilien Management in Hamburg. Er freue sich aber, mit allen Beteiligten einen gangbaren Weg gefunden zu haben. „Wir sind sicher, dass am Ende ein städtebaulich, architektonisch und wirtschaftlich überzeugendes Ergebnis stehen wird, das den Husumern und den Gästen der Storm-Stadt gefällt und auch zur geplanten Funktion eines Einkaufszentrums passt.“

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erstellt am 29.Apr.2016 | 21:00 Uhr

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