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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Folk Baltica : Kofelgeschrei trifft Stimme von Kalüün

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Folk-Baltica-Festival hat auch entlang der Westküste einiges zu bieten – vom Auftaktkonzert bis zum bayrisch-friesischen Musik-Gipfel.

Wenn die Spielzeit eines Festivals mal eben von fünf auf zehn Tage hochgesetzt wird, ist das nicht nur eine gute Nachricht für alle Besucher. Es zeigt auch, dass „es läuft“. Und das ist nicht das Einzige, was den künstlerischen Leiter von Folk-Baltica, Harald Haugaard, und deren Geschäftsführerin, Juliana M. Thun, für die Zukunft optimistisch stimmt. „Das Land hat seinen Zuschuss erhöht“, sagen die beiden zufrieden. „Jetzt können wir endlich langfristig planen.“ Auch die Zahl der lokalen Sponsoren habe sich vergrößert, „und künstlerisch werden wir inzwischen international wahrgenommen“, berichtet Haugaard. Gute Nachrichten in Zeiten, in denen vor allem die Kultur nicht selten unter leeren Kassen leidet.

Schwerpunkt von Folk-Baltica ist in diesem Jahr geografisch die Westküste und inhaltlich die Stimme. Von Klanxbüll über Föhr bis nach Husum führt der musikalische Weg entlang der Nordsee. Start ist am Sonnabend, 23. April, 20 Uhr im Nordsee-Congress-Centrum. Unter der Leitung von Harald Haugaard wird dort das Folk-Baltica-Ensemble – bestehend aus 50 deutsch-dänischen Musikern im Alter zwischen 14 und 24 Jahren – erwartet. Und es kommt nicht allein. Mit dem Stockholm-Lisboa-Projekt wird darüber hinaus eine 4000 Kilometer lange musikalische Brücke zwischen Schweden und Portugal geschlagen. Traditioneller Fado-Gesang verbindet sich mit skandinavischen Weisen. Ein Soul-Projekt der etwas anderen Art, das seinen Höhepunkt im gemeinsamen Finale mit dem Folk-Baltica-Ensemble finden soll.

Tags darauf ist das Ensemble dann auf Föhr zu Gast, trifft in der St-Laurentii-Kirche auf die diesjährige Hauskünstlerin des Festivals, Keike Faltings (Kalüün). Beginn: 11.30 Uhr. Die dänische Band Phønix ist bekannt für ihre mitreißenden Schulkonzerte. Was lag also näher, als sie für Montag, 25. April, 9.30 Uhr, zu einem solchen Event ins NCC nach Husum einzuladen. Verstärkung erhalten die drei Dänen an diesem Morgen von Ralf Gehler, Mitglied der deutschen Folkband Malbrook. Gemeinsam hoffen sie auf ein volles Haus mit Kindern der Vorschule sowie der Klassen 1 bis 3.

Den diesjährigen Festival-Schwerpunkt könnte wohl kaum eine Gruppe besser vermitteln als Kraja, die am Donnerstag, 28. April, ab 20 Uhr in der Niebüller Christuskirche spielt. Mit ihren kristallklaren Stimmen gehören die vier Schwedinnen inzwischen zu den gesetzten Festival-Größen. Unterstützung erhalten sie von den finnischen Sängerinnen und Kantele-Spielerinnen der Band Kardemimmit.

Der Husumer Speicher ist seit vielen Jahren Wallfahrtsort für Folk-Baltica-Musiker. Am Freitag, 29. April, 20 Uhr trifft dort – nein, nicht Kalüün –, sondern Keike Faltings an der Seite des finnischen Kontrabass- und Mandolinenspielers Antti Järvelä sowie der Cellistin Susanne Paul auf eine Folk-Formation aus – ja tatsächlich – Oberammergau: Kofelgschroa (Kofelgeschrei; Kofel ist der Hausberg von Oberammergau). Keine 4000, aber immerhin rund 1000 Kilometer Distanz – und eine spannende Mischung. Den Schlusspunkt unter den Westküsten-Reigen setzt am Sonntag, 1. Mai, ab 11 Uhr ein Crossover zwischen Jazz und Folk im Klanxbüller Charlottenhof. Es spielt die dänisch-norwegische Formation Nordens Tone.

Für das Speicher-Konzert vergeben die Husumer Nachrichten heute zwischen 12 und 12.05 Uhr zwei mal zwei Eintrittskarten. Die ersten beiden Anrufer gewinnen. Telefon 04841/89651301. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


>Karten für die Festival-Veranstaltungen gibt es im Kunden-Center der Husumer Nachrichten, Markt 23, Telefon 04841/89652362, oder im Internet unter www.folkbaltica.de.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 07:00 Uhr

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