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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Mögliche Hochzeitslocation : Können Husumer bald im Wasserturm heiraten?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Investor möchte das Husumer Gemäuer als Trau-Ort nutzen – doch ob das klappt, ist noch unklar.

Der Husumer Wasserturm als Trau-Ort: Das könnte sich Gastronom und Investor Reiner Hinsen gut vorstellen. Er möchte im Obergeschoss des alten Gemäuers ein Trauzimmer einrichten, in den Stockwerken darunter sollen nach seinen Vorstellungen Ferienwohnungen entstehen. Zu diesem Projekt stehe er seit längerem in Verhandlungen mit der derzeitigen Pächterin und den Stadtwerken Husum, erklärt Hinsen, der derzeit an verschiedenen Sanierungsprojekten in Nordfriesland arbeitet. „Ich glaube, dass der Wasserturm ein toller Ort wäre, um dort mit 30 bis 40 Gästen zu heiraten und gegebenenfalls auch zu übernachten“, so Hinsen. Er ist überzeugt, dass das zwischen 1899 und 1902 erbaute Gemäuer zu einer neuen Attraktion in der Oberen Neustadt werden könnte.

Die Stadtwerke haben den Turm auf Erbpacht für 99 Jahre für einen Euro an einen Pächterin verpachtet, erklärt Geschäftsführer Benn Olaf Kretschmann. Sein Unternehmen müsste einer Neu- oder Unterverpachtung zustimmen. Derzeit, so der Geschäftsführer, laufen die Verhandlungen mit Hinsen noch.

Er weist darauf hin, dass es einige Faktoren gibt, die die kommerzielle Nutzung des 43 Meter hohen Gebäudes zumindest nicht ganz einfach machen. So gibt es nur einen Parkplatz vor dem Gebäude – auch insgesamt ist die Parksituation in der Oberen Neustadt eher schwierig. Ähnlich sieht die Lage aus, wenn es um Toiletten geht. Außerdem gehören zum Wasserturm keinerlei Außenflächen – wer das Gebäude pachtet, kann wirklich nur den Turm nutzen.

Wer derzeit in Husum den (standesamtlichen) Bund fürs Leben schließen möchte, hat die Wahl zwischen dem Standesamt im Rathaus oder einer Trauung im Schloss vor Husum. Grundsätzlich könnten auch weitere Räumlichkeiten zu Trauorten gewidmet werden – darüber entscheidet die Stadt Husum, beziehungsweise die Standesamtsaufsicht des Kreises Nordfriesland. Für eine Widmung des Wasserturms als Trauort läge der Stadt derzeit noch keine Anfrage vor, erklärt Pressesprecherin Simone Mommsen. Sie weist generell darauf hin, dass eine Widmung zum Trauort an mehrere Kriterien gebunden sei, wie beispielsweise die Sicherstellung des Datenschutzes oder mögliche Umwelteinflüsse, die in jedem Einzelfall von der Gemeinde geprüft werden: „So darf unter anderem ein wirtschaftliches Interesse des Grundstückseigentümers oder Gewerbetreibenden nicht im Vordergrund stehen.“

Ob sich Liebende im Husumer Wasserturm also wirklich irgendwann das Ja-Wort geben können, steht derzeit noch in den Sternen. Reiner Hinsen sagt, er lasse sich mit dem Projekt ohnehin Zeit: Sollte sein Plan aufgehen, werde der Waserturm frühestens in eineinhalb Jahren zur Hochzeits-Location werden.



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erstellt am 19.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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