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Husumer Nachrichten

03. September 2014 | 04:06 Uhr

Knochenbruchgilde aufgelöst - Vereinsvermögen geht an Kindergärten

vom

Tönning | Nachwuchsmangel ist ein Problem für viele Vereine auf Eiderstedt, so auch für die 1891 gegründete Knochenbruchgilde in Tönning. Deshalb wurde beschlossen, den Verein aufzulösen und das vorhandene Kapital zu spenden. Sörge Hansen, letzter Vorsitzender der Gilde, sagte dazu: "Wir hatten zum Schluss nur noch 60 Mitglieder, die Jahre zuvor waren es fast drei Mal so viele. Außerdem sind alle Funktionsträger im Verein schon weit über das Rentenalter hinaus, und jüngere Bewerber um die Vorstands-Posten gab es nicht."

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Die Knochenbruchgilde in Tönning verstand sich als Nachfolger des früheren Schützenvereins, der zur Zeit der Eisenschiffs-Werft (1890 bis 1911) immer mehr Zulauf erhielt, als die Bevölkerung der Stadt anstieg. Das Schießen war ohnehin in den Hintergrund gerückt, man konzentrierte sich mehr auf die Hilfe auf Gegenseitigkeit. So waren nämlich schon im 18. Jahrhundert die Gilden entstanden, als eine Art Versicherung für einfache Leute. In Schleswig-Holstein gab es deshalb in vielen Orten Brand-, Wind- und Bruchgilden. Nun hatte zwar Bismarck ab 1883 bereits die Sozialversicherungen eingeführt, doch sind viele dieser Vereine noch bis heute tätig, die gezahlten Schadensregulierungen bei Knochenbrüchen oder Tod haben aber eher symbolischen Wert.

Die Tönninger Knochenbruchgilde ist nun Geschichte - freuen können sich aber die vier Kindergärten der Stadt, denn sie erhielten je einen Scheck über 945,25 Euro. Die symbolischen Formulare nahmen Renate Poggensee (ADS Kindergarten), Marlies Sauer (Städtischer Kindergarten), Rena Markowsky und Jessica Nothdurft (Nis-Puk-Kindergarten) sowie Veronika Jørgensen (Danske Børnehaven) entgegen. Die Knochenbruchgilde wurde vertreten von Gisela Clasen, Lotti und Werner Spillert sowie Sörge Hansen.

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von wis
erstellt am 03.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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