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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:08 Uhr

Da staunt der Bürgermeister : Klein-Schilda in Wester-Ohrstedt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Wester-Ohrstedt stehen die Hinweisschilder für den neuen Zebrastreifen über die Bundesstraße mitten auf dem kombinierten Rad- und Fußweg. Der Bürgermeister wundert sich.

Lange hat die Gemeinde Wester-Ohrstedt für einen Zebrastreifen mitten im Dorf gekämpft. Das war nicht ganz einfach, denn schließlich sollen die Fußgänger gefahrlos eine Bundesstraße überqueren können. Und ehe die Genehmigung für den Bau einer Fußgängerfurt über eine solche Hauptstraße erteilt worden ist, gab es nicht nur umfangreiche Verkehrszählungen, auch verschiedene mögliche Standorte wurden in Augenschein genommen. Schließlich aber begannen die Bauarbeiten genau dort, wo die Gemeinde den Weg wünschte, nämlich vor dem Markt-Treff.

Doch kaum begannen die Handwerker mit der Arbeit, da erreichten Bürgermeister Wolfgang Rudolph schon die ersten Anrufe besorgter Bürger – ob sich Wester-Ohrstedt beabsichtige, in Schilda umzubenennen? Schließlich schaute sich Rudolph den Grund der Beschwerden an: Tatsächlich, die bauausführende Firma hatte die Verkehrsschilder, die auf den Zebrastreifen hinweisen, mitten auf dem kombinierten Rad-und Fußweg platziert. An der einen Seite kommen Radfahrer und Personen mit Kinderwagen nicht vorbei, weil dort eine Hecke steht. Auf der anderen Seite müssen sie dann so nah am Kantstein fahren, beziehungsweise entlangschieben, dass die Gefahr eines Absturzes besteht. „Das geht gar nicht“, sagt der Bürgermeister und bestellte zum Nachmessen den Leiter der Bauabteilung des Amtes Viöl zu einer Ortsbesichtigung. „Das muss geändert werden, das hätte man doch schon beim Aufstellen merken müssen“, sagt der Gemeinde-Chef und kann schon nachvollziehen, warum einige Bürger ganz aufgeregt bei ihm angerufen haben.

Er hofft nun, dass die Schilder noch vor dem Ende der Herbstferien umgesetzt werden, denn der Radweg gegenüber des Markt-Treffs sei stark frequentiert. Den Standort habe man zudem ausgesucht, weil er die Arztpraxis im Dorf mit dem zentralen Markt, dem neuen Dorf Mittelpunkt, verbinde. Mit den Absenkungen zur Fahrbahn an beiden Seiten sei er zufrieden. Aber ein älterer Mensch, der sein Auto auf dem Parkplatz des Markt-Treffs abgestellt habe, könne beispielsweise mit einem Rollator zwar die Straße überqueren, doch an dem Verkehrsschild werde er nicht vorbeikommen, stellt der Bürgermeister lapidar fest.

An der eigentlichen Bauausführung könne nichts kritisiert werden: „Das Schild steht in einem so stabilen Betonfundament, da kann ruhig auch mal ein Lastwagen gegen donnern, da passiert nichts“, sagt Rudolph und unterstreicht, dass der Überweg zusätzlich auch noch mit zwei Laternen ausgeleuchtet werden soll. „Wir wollen es den Besuchern der Arztpraxis und des Markt-Treffs ermöglichen, ohne Gefahr die
B  201 zu überqueren“, sagt der Bürgermeister.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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