zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 10:50 Uhr

Ferienprojekt “Lüttsum“ in Husum : Kinder bauen ihre eigene Stadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch dieses Jahr gibt es wieder das Ferienprojekt „Lüttsum“ in Zusammenarbeit von Nordsee-Museum und Kinder- und Jugendforum BISS. Am Montag, 1. August, geht es los.

Eine kleine Stadt in der großen – das ist „Lüttsum“ in Husum. Zwar wird es diesen besonderen Ort nur für zwei Wochen geben, aber die Erinnerung daran bleibt den Lüttsumerinnen und Lüttsumern vermutlich ein Leben lang erhalten. Ab Montag, 1. August, entsteht erneut das Ferienprojekt für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren im Innenhof des Nordsee-Museums. Die Lütten bauen ihre Stadt selber auf und füllen sie mit Leben – zwei Wochen lang täglich von 10 bis 15 Uhr. Das Kinder- und Jugendforum BISS organisiert den Aufbau und das Leben auf Zeit in „Lüttsum“ gemeinsam mit dem Nordsee-Museum. 100 Kinder hatten sich vorab für diesen Höhepunkt im Rahmen der BISS-Ferienpass-Aktion angemeldet – die Plätze waren blitzartig vergeben.

Apropos Rahmen: Die für die Bauten hat Christian Gehlsen, Zimmerermeister und Chef von Haselund Holzhäuser, bereits aufgestellt, sechs an der Zahl und aus Holz, damit die Kinder eifrig an ihren Häusern weiter werkeln können. Auf diese Weise entstehen ein Rathaus, ein Atelier, eine Gärtnerei, eine Schneiderei, eine Möbeltischlerei und ein Kulturtempel, wo demnächst das sagenumwobene Rungholt eine Rolle spielt.

Wie weit die Arbeiten vorangeschritten sind, welches Mittagsessen es gibt und weitere Informationen bieten die „Lüttsumer Nachrichten“, ein Blatt, das täglich aktuell von den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern recherchiert wird. Ein Lesezelt wurde vom BISS-Team schon aufgebaut. Im Team auch der Syrer Salman Hajo, der derzeit im Sozialzentrum Husum und Umland ein mehrwöchiges Praktikum macht und auch im BISS mitarbeitet. In seiner Heimat war er Englischlehrer, bevor er im September vergangenen Jahres flüchten musste. Während seines Praktikums hilft er als Dolmetscher – und da es in „Lüttsum“ auch Multikulti zugeht, wird er der Kinderstadt ebenfalls unterstützend zur Seite stehen können.

Im Lesezelt gibt es auch eine Bibliothek. Nach getaner Arbeit, einem gemeinsamen Mittagessen sowie jeder Menge Spiel und Spaß kehrt um 15 Uhr langsam Ruhe in der Stadt ein. Die Lüttsumer treffen sich dann mit Gästen und ihren Eltern im Zelt, wo ihnen von den Erwachsenen etwas vorgelesen wird. Den Auftakt macht der Husumer Nachtwächter Volker Springer. Am 12. August schließt „Lüttsum“ wieder seine Pforten – zumindest für dieses Jahr.

zur Startseite

von
erstellt am 31.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen