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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 18:44 Uhr

Stadtleben mit Vierbeiner : Jeder 17. Husumer hat einen Hund

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wie lebt es sich als Hundebesitzer in Husum? Wir haben uns umgehört. Vermisst werden Hundefreilauf-Flächen und Kotbeutel-Spender, die auch für Urlauber ein Service wären.

Am Dockkoog, im Schlosspark oder am Husumer Hafen: Überall sind Menschen mit Hund unterwegs. Gibt es in der Storm-Stadt überdurchschnittlich viele Vierbeiner? Und welche Sorgen haben Hundehalter? Die Husumer Nachrichten haben sich umgehört.

Auf 22  000 Einwohner in Husum kommen fast 1300 Hunde. Das bedeutet, dass jeder 17. Husumer einen Vierbeiner besitzt. Das sind tatsächlich mehr Hundehalter als beispielsweise in Schleswig – dort besitzt jeder 24. einen vierbeinigen Freund – und Flensburg (jeder 23.).

Es gibt viele Orte für einen schönen Spaziergang mit dem Vierbeiner. Von der Leine darf der Husumer Hund allerdings selten: Es gibt keine wirklichen Freilauf-Flächen.

„Es gilt das neue landesweite Hundegesetz“, erklärt Malte Hansen, Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Dieses seit 2016 gültige Reglement verbietet das Freilaufen von Vierbeinern zwar nicht direkt – allerdings sind darin zahlreiche Plätze festgeschrieben, an denen der vierbeinige Freund angeleint bleiben muss: beispielsweise in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und Adressen mit hohem Publikumsverkehr. Hunde müssen ebenso bei Veranstaltungen und Versammlungen sowie in Parks und Grünanlagen angeleint sein. Selbst am Hundestrand am Dockkoog gilt aus den verschiedensten Gründen die „Anlein-Pflicht“.

Es gab bereits mehrere vergebliche Anläufe, einen Hunde-Freilauf – wie den in Bredstedt – zu ermöglichen. Allerdings scheiterten die Versuche meist mangels freier Grundstücke, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Ein weiteres Thema betrifft Kotbeutel-Spender – ein Service, den die Stadt nicht bietet. Obwohl gerade Urlauber ihren Vierbeiner auch bei einem Stadtbummel gern mit dabei haben – und manchmal ist dann ein entsprechender Beutel vergessen worden. „Stellen Sie sich vor, Sie kommen mit ihrem Hund nach Husum und tragen keine Plastiktüten bei sich, da Sie Hundekot-Beutel in ihrem Heimatort an jeder Ecke gewöhnt sind. Plötzlich muss der Hund mal und weit und breit ist kein Beutel zu finden. Was machen Sie dann?“, gibt Hundefriseurin Katharina Mender zu bedenken. In der Innenstadt gibt es einen einzigen Kotbeutel-Ständer bei der Marienkirche. Dort gibt es auch ein abgezäuntes Hundeklo.

„Viele Hundebesitzer denken, mit der Hundesteuer würden sie sich das Anrecht auf Beseitigung des Hundekots kaufen“, sagt Nico Hamkens vom Kämmereiamt. „Doch nach dem neuen Hundegesetz des Landes Schleswig-Holstein ist der Kot selbst zu entsorgen.“

Grundsätzlich sind Hundebesitzer mit ihrem Husum aber zufrieden. „Schöne Natur und Hunde – was will man mehr“, sagt Ursula Hübner, Frauchen von zwei Vierbeinern.

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erstellt am 16.Mai.2016 | 15:00 Uhr

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