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Husumer Nachrichten

02. Dezember 2016 | 21:09 Uhr

Schule ähnelt Rohbau : In drei Wochen soll alles fertig sein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die erste Sanierungs-Etappe der Friedrichstädter Eider-Treene-Schule liegt nahezu im Zeitplan. Nur die Dachdecker schimpfen über das Regenwetter, sie hängen ihren Terminen hinterher.

Noch drei Wochen, dann enden die Schulsommerferien in Schleswig-Holstein – auch in Friedrichstadt. Und Architekt Ove Autzen, gleichzeitig auch Geschäftsführer vom Planungsring Mumm + Partner GbR aus Bergenhusen, macht den mehr als 300 Schülern der Eider-Treene-Schule auch keine Hoffnung auf eine Verlängerung der schönsten Zeit des Jahres. „Wir werden rechtzeitig mit der Sanierung des Schulgebäudes fertig“, versichert er. Bis auf einige wenige Restarbeiten, die auch nach dem 5. September noch zu erledigen sind, sollte nach seiner Auskunft dann eigentlich alles klar sein. Alle Klassenräume sollen fertig saniert sein, lediglich die Räume, die nicht kontinuierlich besetzt sind, „da könnte es noch zu einigen Nacharbeiten kommen“, sagt der Architekt.

Das Programm für die Handwerker ist stramm, vor allem die Dachdecker sind ordentlich am Schimpfen, schließlich konnten sie in den vergangenen eineinhalb Wochen nicht richtig loslegen. Immer wieder drohten Schauer, so dass das Dach nur an einigen kleinen Stellen geöffnet werden konnte. Gut ein Drittel der vorgesehenen Arbeit ist daher bislang erst geschafft. Im Innenbereich sieht es aber ganz anders aus, „dort liegen wir eigentlich voll im Zeitplan“, sagt Autzen.

Um das zu erreichen, waren die zusammen rund 25 bis 30 Handwerker auch am vergangenen Wochenende tätig. „Wir können die Schulferien ja nicht verlängern“, stellt Autzen dazu fest, und meint schmunzelnd, dass die Schüler das natürlich ganz anders sehen würden. „Aber, ich kann ihnen da keine Hoffnung machen, der Unterricht in den Räumen kann am 5. September wieder starten.“

Die Eider-Treene-Schule stammt aus den 1970er Jahren und soll den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Insgesamt werden in drei verschiedenen Bauabschnitten zusammen rund 3,6 Millionen Euro in die energetische Modernisierung des Gebäudes investiert. In die Bauphase I, die gegenwärtig läuft, sind es aber „nur“ 1,6 Millionen Euro. Gegenwärtig werden die Fenster, Heizungen, Lüftung, Fußbodenbeläge, der Schallschutz und Teile des Hauptdaches erneuert. Hinzu kommt die Sanierung des sogenannten Schmetterlings, einer speziellen Dachkonstruktion über der Aula. Seit mehr als zehn Jahren lassen sich dort nur noch zwei Fenster öffnen, und wegen der speziellen Bauform neigt das Dach zu Undichtigkeiten. „Und das haben wir jetzt im Griff, wir sind fertig“, sagt der Bergenhusener Architekt.

Im nächsten Jahr sind dann quasi nahezu identische Arbeiten in einem weiteren Teil der Schule vorgesehen. Der dritte Sanierungsabschnitt schließlich sieht neben der Dacherneuerung auch den Austausch der Fenster im Verwaltungs- und Lehrerbereich vor. Gefördert wird die Sanierung durch ein spezielles Schulprogramm des Landes, das besonders auf Bedarfsempfängergemeinden zugeschnitten ist. Die Splittung in drei Bauabschnitte ist aus drei Gründen geschehen: Zum Einen kann die Stadt die Summe nicht auf einmal stemmen, zum Zweiten können so drei Förderanträge gestellt werden und zum Dritten: Alle Arbeiten lassen sich nicht innerhalb von sechs Wochen Sommerferien erledigen.

Ein Blick in den Klassenräume und die Aula dürften Lehrer und Schüler der Eider-Treene-Schule erschrecken, denn was man dort sieht, erinnert mehr an einen Rohbau als an ein fertiges Gebäude. „Das ist aber kein Chaos“, versichert Autzen und beruhigt. Innerhalb von nur einem Tag würden sich etwa die Decken in gut fünf Räumen installieren lassen, einschließlich der Leuchtkörper. „Das sieht alles schlimmer aus, als es ist“, sagt der Architekt. „Wenn alles so weiter läuft wie bisher, dann ist bis auf ganz wenige Ecken im Schulgebäude von der Baustelle nichts mehr zu sehen“, sagt er. Mit einer Ausnahme, die Dacharbeiten werden auch nach den Sommerferien weitergehen.

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erstellt am 16.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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