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Wetterkapriolen zur Premiere : „Improvisation ist eben alles“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der erste Osterglocken-Tag auf Nordstrand litt unter dem schlechten Wetter. Viele Aktionen mussten daher nach drinnen verlegt werden.

Nur die entlang der Rad- und Fußwege blühenden Narzissen machten dem ersten Osterglocken-Tag auf Nordstrand alle Ehre, denn sie zeigten auch im Sturm Flagge. Eigentlich sollte das Event der besonderen Art eine rundum bunte Premiere für Jung und Alt werden. Doch Petrus meinte es nicht gut mit den Organisatoren, federführend Ehrenamtler des Arbeitskreises Tourismus im Wirtschafts- und Tourismus-Ausschuss der Gemeinde mit Heidi Jürs als Vorsitzende an der Spitze.

Der starke Nord-West-Sturm mit heftigen Regen- und Graupelschauern und acht Grad plus im Gepäck, der sich wie unter dem Gefrierpunkt anfühlte, hielt die mehr als 20 angemeldeten Kunsthandwerker sowie Flohmarktbeschicker davon ab, ihre Stände rund um den Süderhafen überhaupt aufzubauen. Lediglich die Freiwilligen der Schutzstation Wattenmeer auf Nordstrand trotzten der Witterung. Sie hatten sich mit ihrem Nationalpark-Mobil im Windschatten des ehemaligen Silo-Gebäudes niedergelassen. Meist schauten Urlauber mit ihren Kindern dort vorbei, um sich über den Nationalpark zu informieren oder das Basteln aus Wattfunden mitzumachen. Viele Gäste, die hauptsächlich auf den Märkten stöbern wollten, kehrten enttäuscht wieder um, oder nahmen die kulinarischen Angebote der drei Gastronomen an.

„Sehr schade, aber wir können verstehen, dass die Händler abgesagt haben. Der April macht eben wettertechnisch, was er will“, meinte Fritz Wippich aus Münster. Für den Familienvater und seine beiden Töchter Nadja (8) und Vera (7) kam denn das alternative Indoor-Spiel- und Spaßprogramm im Seglerheim am Hafen gerade recht. Gerda Sprengel sorgte mit den Kindern und Jugendlichen vom Jugendtreff und weiteren Ehrenamtlern für Aktionen, wie Basteln, Eierlaufen oder Kegeln. „Improvisation ist eben alles“, so Sprengel. Auch die Akteure der Wyker Puppenbühne waren mit ihren Aufführungen Garant für gute Laune. Der eigentlich auf der Terrasse der Mühle geplante Auftritt des Pianomans Klaus Porath musste nach drinnen verlegt werden. Nur zur Kaffeezeit kamen ein wenig mehr Besucher, die seinen musikalischen Ausflügen folgten.

Guten Zulauf hatten dagegen die Nordstrander Landfrauen. Sie boten auf der überdachten Terrasse sowie im Gartenhaus der ersten Vorsitzenden, Brigitte Nadolny, passend zum Osterfest Gebasteltes an sowie das druckfrisch erschienene Buch der besonderen Art mit dem Titel „Nordsee Glück“. Nicht nur einfach Rezepte werden darin verewigt, sondern auch Geschichten über Landfrauen und ihr Umfeld, in dem sie leben. Die Autorin Ina Heuer war mit von der Partie.

Trotz des nicht nachlassenden Windes konnte am frühen Abend das Osterfeuer im Bereich des Vorlandes entzündet werden. Der Untergrund war dank hoher Wasserstände sehr feucht, und Gebäude waren auch nicht in unmittelbarer Nähe. Die parat stehenden Blaujacken der Freiwilligen Feuerwehr Nordstrand brauchten einige Zeit, um den von Bauhof-Mitarbeitern aufgeschütteten Holzstapel zu entfachen. Zeitweise lugte sogar die Sonne durch die Wolkendecke. Von den Wetterkapriolen unbeeindruckt zeigte sich Regina Reuß, Chefin der Tourist-Info, zufrieden. „Alle Beteiligten haben das Beste daraus gemacht“, sagte sie.

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