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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 01:13 Uhr

Werbefilm aus Wester-Ohrstedt : Ihre erste Fahrt mit dem Elektroauto

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Drei Protagonisten setzen sich für einen Film hinter das Steuer eines E-Mobils. Dieser soll für die elf Ladestationen in der Eider-Treene-Sorge-Region werben.

Dieser Filmdreh ist eine ganz neue Erfahrung für Petra Bülow. Ungewohnt ist nicht die Kamera – die Bürgermeisterin von Hollingstedt stand schon als Model für eine Modekette vor der Linse. Neu dagegen ist das Elektroauto, das sie heute zum ersten Mal fahren soll. Bülow wirbt als eine von drei Protagonisten für das erste regionsweite Ladesäulennetz Schleswig-Holsteins.

„Wir wollen zeigen, was passiert, wenn jemand zum ersten Mal mit einem E-Auto fährt“, erklärt Yannek Drees von der Eider-Treene-Sorge GmbH. „Es geht uns insgesamt darum, die Fahrer authentisch zu zeigen. Wir wollen ja überzeugen und keine langweiligen Werbebotschaften verbreiten.“ Zwar kursierten im Netz durchaus Filme zum Thema – „aber niemand stellt den Menschen in den Vordergrund.“ Mit einem technischen Fachvideo erreichen wir Normalsterbliche überhaupt nicht.“ Tatsächlich hätten die meisten Menschen bisher keine Erfahrung mit der neuen Technik und sind daher in einer ähnlichen Situation wie Bülow. Die zeigt sich begeistert: „Man hat das Gefühl eine Feder zu bewegen.“ Schon nach der kurzen Fahrt nach Friedrichstadt sagt sie: „Ich habe das Gefühl, ich bin schon eins mit diesem Auto.“

Der Kieler Produzent Malte Blockhaus hat alles mit der Kamera festgehalten. „Ich bin als Beifahrer mitgefahren und konnte aus nächster Nähe festhalten, wie Frau Bülow reagiert“, erklärt er. Durch die sympathischen Darsteller habe der Film seine persönliche Stimmung erhalten. Natürlich wurde auch der Ladevorgang aufgezeichnet, schließlich ist das Ziel des Filmes die Bewerbung der E-Ladesäulen: An elf zusätzlichen Standorten in der ETS-Region kann neuerdings getankt werden.

In Wester-Ohrstedt ist das Stromtanken schon länger möglich. Maik Schultze, Chef des dortigen Markttreffs, fährt bereits seit mehreren Jahren einen elektrischen Lieferwagen. Die Gemeinde stellt die hauseigene Ladestation auch seinen Kunden zur Verfügung. „Ich liebe diese Idee, den Strom vom Deich auf die Straße zu bringen“, sagt Schulze und ergänzt in Bezug auf das ausbleibende Motorengeräusch: „Man fährt entspannter.“

Dritter im Bunde ist Hermann Böhrnsen aus der Gemeinde Oha im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Er fährt privat mit Strom. „Wir haben uns im vergangenen Jahr dazu entschieden und gleich am Haus eine Ladebox installieren lassen,“ sagt er.

„Die Elektromobilität passt hervorragend in unsere naturnahe Region“, sagt ETS-Geschäftsführer Karsten Jasper, „deshalb wollen wir einerseits Bürger, aber auch verstärkt Touristen ansprechen.“ Um mehr Menschen und Elektroautos in die Region zu bekommen, ist das Auftanken nicht nur kostenlos, es wird auch beworben. Neben den Ladesäulen hat die Eider-Treene-Sorge GmbH auch zehn Elektroautos als Dienstwagen angeschafft, die mit Naturmotiven beklebt wurden.

Zu sehen ist der Film ab sofort online unter www.eider-treene-sorge.de sowie bei Facebook und Youtube. Das Projekt „E-Ladesäulen in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge“ wurde umgesetzt mit Unterstützung der Aktiv-Regionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 09:00 Uhr

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