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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 08:09 Uhr

Olympia : Husums Vereine hoffen auf Olympia-Effekt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wenn Olympia zum Sporteln reizt: Husums Vereine hoffen auf neue Mitglieder.

Die Olympischen Spiele im brasilianischen Rio de Janeiro halten weltweit Millionen Menschen in ihrem Bann. Doch wirkt sich dieses Ereignis auch direkt auf den Sport in Husum aus?

„Dem TSV Husum 1875 haben die Spiele jedenfalls bislang noch keinen Zuwachs beschert“, sagt Henning Jessen, Pressesprecher des größten Sportvereins der Stadt. Das liege wohl einmal an den Ferien in Schleswig-Holstein und zudem auch an den „unfreundlichen Uhrzeiten“ der Olympia-Übertragungen: Viele Kinder könnten die Medaillien-Entscheidungen abends oder nachts gar nicht mehr im Fernsehen verfolgen.

Dennoch ist sich Jessen sicher, dass auch dieses Jahr wieder ein deutlicher Zuwachs in einzelnen Sparten zu verzeichnen sein wird: „Wir haben bereits im vergangenen Jahr in allen Bereichen einen guten Trend erlebt. Die Auswirkungen von Olympia werden wir dann hoffentlich im Herbst bemerken.“ Das hänge natürlich auch davon ab, wie die Athleten in den einzelnen Sportarten abschneiden und wie sie im Fokus der Medien stehen.

Es sei nicht verwunderlich, dass im Jugendbereich besonders auf die Vorbilder von Olympia geschaut werde, so Jessen weiter: „Wir beobachten zum Beispiel beim Beachvolleyball mit viel Freude, wie die Kinder es nicht erwarten können, auch bei Regen im Sand zu spielen und zu trainieren, um dort Techniken und Taktiken ihrer Idole aus den TV-Berichten selbst umzusetzen.“ Und das überraschend erfreuliche Abschneiden der Sportschützen in Rio könnte sich durchaus auf die in Husum ansässigen Schützenvereine auswirken, meint Jessen.

Diese Einschätzung teilt auch Hans-Peter Wulff, erster Ältermann der Husumer Schützengilde von 1586: „Durch die Ferien haben wir noch keinen merkbaren Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Mögliche Effekte werden sich erst im Herbst zeigen.“ Dann könnten allerdings nicht nur die Spiele in Rio dazu beigetragen haben, sondern auch die Kooperation mit der Volkshochschule im Bereich der Offenen Ganztagsschule, bei der nach Unterrichtsschluss Kinder und Jugendliche in Kursen an den Schießsport herangeführt werden.

Allerdings: „Das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Schützen ist schon Hauptgesprächsthema in unserer Gilde.“Dass durch die Spiele wieder insgesamt mehr Kinder und Jugendliche den Weg in die lokalen Vereine finden, hoffen jedenfalls beide. Olympia, und darin sind sich Jessen und Wulff einig, sei auf jeden Fall ein Zugpferd – und das gelte für alle Sportarten.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 06:00 Uhr

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