zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 13:43 Uhr

Sterne für Stars : Husum hat Walk of Fame verdient

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Mitbegründer der Husumer Filmtage, Hans-Peter Schweger, und Bürgervorsteher Peter Empen wünschen sich Sterne für Stars nach dem Vorbild Hollywood auch in ihrer Heimatstadt.

Hollywood hat einen, Berlin auch. Der berühmtere von beiden ist der Walk of Fame in den USA, aber auch der Boulevard der Stars in der Bundeshauptstadt, nahe des Potsdamer Platzes, ist mittlerweile bei Filmfreunden und Stars der Branche bekannt. Nun sind aller guten Dinge drei – und was für die Berliner ihre Berlinale das sind – zugegeben in bescheidenerem Format – für die Husumer ihre Filmtage, die gerade zum 31. Mal gelaufen sind. Und auch in der Storm-Stadt liefen schon zahlreiche Cineasten über einen roten Teppich: Schauspieler, Regisseure und Produzenten, die von Schleswig-Holstein aus die Welt des Film erobert haben.

Und warum sollte nun eine Stadt wie Husum nicht ebenfalls mit einem solchen Pfrund wuchern und einen Sternen-Weg – passenderweise vor dem Kino-Center in der Neustadt – vorsehen. Ein Gedanke, der Hans-Peter Schweger regelrecht ins Schwärmen geraten lässt: „Eine hervorragende Idee“, sagt der Mitbegründer der Filmtage. „Auf diese Weise könnten wir mit geringen Mitteln eine bleibende Attraktion für Husum schaffen.“ Dazu fallen ihm auf Anhieb 40 bis 50 berühmte und weniger berühmte Persönlichkeiten ein. Sven Jaax und Renate Delfs zum Beispiel, aber auch Lotti Huber, Gerhard Olschewski, Vadim Glowna, Richy Müller, Hardy Krüger, Axel Milberg, Axel Prahl, Rainer Bock und viele andere mehr. Der Volkshochschul-Direktor stellt sich vor, dass die Zahl der Sterne oder Steine alle zwei bis drei Jahre ergänzt wird. „Die Stadtführungen würden jedenfalls um eine Sehenswürdigkeit bereichert“, findet er.

Bürgervorsteher Peter Empen denkt sogar an einen kürzeren Rhythmus. „Das ist eine tolle Sache“, sagt der höchste Repräsentant der Stadt und ist überzeugt, dass sich in Politik und Verwaltung genügend Menschen fänden, die bereit wären, dieses Vorhaben zu unterstützen. Wenn er nicht gerade auf dem Sprung in den Urlaub wäre, würde er am liebsten sofort loslegen, bekennt Empen und hat – wie Schweger – schon etliche Kandidatinnen und Kandidaten im Blick. Vor 25 Jahren habe er darüber nachgedacht, in Husum Stolpersteine einzuführen. Mit diesem europaweiten Vorhaben erinnert der Kölner Bildhauer Gunter Demnig an Opfer des Nationalsozialismus: Dazu wurde vor deren letzten Wohnort eine Gedenktafel aus Messing in den Gehweg eingefasst. „Das ist inhaltlich natürlich etwas ganz anderes“, bekennt der Bürgervorsteher, „aber von der Idee her vergleichbar.“ Wenn er zurück sei, würde er sofort losziehen und für diese Sache werben, verspricht Empen. „Vielleicht finden wir ja auch weitere Partner, die uns dabei helfen.“

Der Dritte im Bunde, der sich ebenfalls sofort begeistert zeigt, ist Stephan Hartung, Kinobetreiber und Mitglied des Filmtage-Kuratoriums. Er macht Bürgervorsteher Peter Empen Mut, dass es möglich sein werde, Sponsoren für ein solches Projekt, das Husum gut zu Gesicht stehen würde, zu finden.

Hartung möchte sich lediglich, was die Auswahl der Stars betrifft, nicht nur auf die Filmtage beschränken, sondern auch den einen oder die andere auf dem Husumer Walk of Fame verewigt sehen, die außerhalb dieses Ereignisses prominente Film-Gäste waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen