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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 17:17 Uhr

Premiere im Congress-Centrum : Husum: Experimenttheater spielt „Die Burg“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit einem Stück zum Thema Fremdenhass greift die Theatergruppe Experimenttheater ein aktuelles, schwieriges Thema auf. Das Stück feiert Premiere am 30. September.

Menschen auf der Flucht, Verzweifelte und Traumatisierte versuchen einen Weg in eine Burg zu finden, in der die Bürger in Wohlstand leben und nichts im Leben missen. Doch hineinzukommen ist nicht leicht – dort will man keine Fremden. Der Inhalt des Theaterstückes „Die Burg“, das das Experimenttheater am 30. September und 4. November aufführt, erinnert nicht nur zufällig an die Geschehnisse in Europa. Die Theatergruppe nimmt sich mit der Inszenierung von Benno Schepp, Leiter der Gruppe und Autor des Stückes, des Flüchtlingsthemas an, ohne mit erhobenen Zeigefinger belehren zu wollen.

Als der Präsident der Burg (Dirk Marcussen) menschlich handeln will und es gestattet, Flüchtlinge aufzunehmen, geht er ein Risiko ein. Gleichzeitig ist er ein ausgebuffter Politiker und wägt Vor- und Nachteile ab. Seine Vertrauten wenden sich von ihm ab, etwa die Vize-Präsidentin (Maria Jensen) oder die reiche Unternehmerin Papadakis (Mareike Höfer). Auch der Bischof (Ulf Seeck) ist nicht zu durchschauen. Als dann ein Flüchtlingsgegner ermordet wird, gerät der Flüchtling Adib in Verdacht und die Situation wird für den Präsidenten brenzlig.

Die neue Inszenierung der Husumer Theatergruppe soll in die Abgründe der Politik führen, und in die große Tragödie von Menschen, die eine Flucht auf sich nehmen. Männer wie der Schleuser Ali (Thorsten Thomsen) profitieren von der Not der Unglückseeligen und Menschen wie das Ehepaar Piro (Süster Thomsen und Tjerk Carstensen) zeigen ihre Humanität und öffnen ihre Türen.

„Als wir im Frühjahr mit den Proben begannen, befürchteten einige, dass Thema würde vielleicht im Herbst gar nicht mehr aktuell sein oder es würde den Menschen zum Halse heraushängen“, so der Regisseur, „aber schnell wurde uns klar, dass dieses Thema uns noch lange begleiten würde und dass unser Publikum uns unterstützt, wenn wir auch mal eine aktuelle Thematik aufgreifen.“

Die Gruppe ist auch wieder mit einer Komödie beschäftigt. Silvester ist im Husumer Speicher Premiere und im neuen Jahr 2017 wird es mehrere weitere Vorstellungen von „Wie wär’s denn, Mrs.Markham?“ geben. Derzeit läuft noch die Proben-Endphase für „Die Burg“. „Wir arbeiten nun am Feinschliff und freuen uns auf zwei großartige Theaterabende“, sagt Schepp.

Karten gibt es bei der der Buchhandlung Liesegang in Husum und bei Café Frida in Bredstedt. Die Vorstellungen finden am 30.September und am 4.November im Nordsee Congress Centrum in Husum um 20 Uhr statt. Einlass ist um 19 Uhr.





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erstellt am 23.Sep.2016 | 16:15 Uhr

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