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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 05:32 Uhr

Wettbewerb Zukunftsstadt : Hoffen auf den Jackpot

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wenn Friedrichstadt den Wettbewerb Zukunftsstadt gewinnt, fließen 200.000 Euro in die Stadt. In einem Monat ist Bewerbungsende, vorher kommen Hamburger Studenten, um die Bürger über die Stadt auszufragen.

Mit großen Schritten begibt sich Friedrichstadt in Richtung Zukunftsstadt. Noch ist ein Monat Zeit, um die Bewerbungsunterlagen einzureichen, aber die Chancen für das Holländerstädtchen stehen gar nicht schlecht. Schließlich hat es sich bereits gegen eine starke Konkurrenz von mehr als 200 Kommunen aus ganz Deutschland in einer Vorentscheidung durchgesetzt und die erste Phase des Wettbewerbs gemeinsam mit 52 anderen Gemeinden gewonnen.

Begonnen hat eigentlich alles mit den Klagen der Bürger, den Kaufleuten und der Stadt über die vielen Leerstände. Daraufhin kam die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (WFG NF ) ins Spiel. Deren Regionalmanager Tilmann Meyer und Stadt-Kurator Michael Schäfer begannen mit ihrer Arbeit. Sie mieteten ein leerstehendes ehemaliges Geschäftshaus direkt am historischen Marktplatz. Dort bei „Theorie und Praxis“ trafen sich engagierte Bürger, um Lösungsansätze für eine Wiederbelebung der Stadt zu finden. Dabei gab und gibt es keine festen Vorgaben, sondern der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Sehr schnell zeigte sich, dass der Kontakt der verschiedenen Gruppen miteinander viel bewirken kann. Denn beispielsweise ist das Wiederbeleben der Friedrichstädter Volkshochschule darauf zurückzuführen.

Die erste Etappe zum großen Ziel Zukunftsstadt wurde bereits erfolgreich gemeistert. Die Stadt erhielt 35.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Gewonnen hat sie nämlich einen von der Behörde ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerb. Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es in dem Wettbewerb Zukunftsstadt. Städte, Gemeinden und Landkreise entwickelten dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision für ihre Kommune.

Nun soll auch die zweite Etappe gemeistert werden, und da winken bis zu 200.000 Euro, die dazu eingesetzt werden sollen, die Ideen der Bevölkerung umzusetzen. Die Bewerbungsfrist dazu läuft am Freitag, 17. Juni, aus. Den 1. August erwarten alle am Prozess Beteiligten mit Spannung, an diesem Tag soll bekannt gegeben werden, welche 20 Kommunen bundesweit in den Genuss der Fördermittel kommen können. Sollte Friedrichstadt dazu gehören, müssen formelle Anträge für die Unterstützung bis Mitte September gestellt werden – und bereits Anfang November startet die Förderperiode.

Ein letzter Baustein vor der Einreichung der Bewerbungsskizzen ist der Besuch von 19 Studenten der Hamburger Hafen-City Universität von Dienstag (17.) bis Sonntag (22.). Zwar konnten alle bereits einquartiert werden, doch würden sich Stadtmanagerin Annika Müller und Regionalentwickler Tilmann Meyer freuen, wenn sich noch mehr Friedrichstädter finden würden, die ein Zimmer für die Hanseaten zur Verfügung stellen, da bislang nicht jeder Student über ein Einzelzimmer verfügt.

Die jungen Leute wollen in Friedrichstadt keinen Urlaub machen, sondern werden den Kontakt mit der Bevölkerung suchen. Unter anderem wollen sie mit Videokameras bewaffnet, Gespräche aufzeichnen, um sich ein genaues Bild von den Vorstellungen der Bürger über die Zukunft ihrer Stadt zu machen. Auch diese Erkenntnisse werden in die Bewerbungsunterlagen einfließen. Wer ein Gästebett für die Hamburger Gäste zur Verfügung stellen kann, sollte sich bei Stadtmanagerin Annika Müller unter Telefon 04841/ 992723 oder unter E-Mail: stadtmanagerin@rathaus-friedrichstadt.de melden.

Als Ziel der zweiten Etappe steht natürlich der „Gewinn“ von 200.000 Euro, die die Stadt gewaltig voranbringen würden. Zusammengefasst heißt dies: gemeinsam mit den Bürgern, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Stadtverwaltung ein ganzheitliches und nachhaltiges Planungs- und Umsetzungskonzept auf Basis der Vision 2030 plus zu entwickeln – um damit die Jury zu überzeugen.

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erstellt am 15.Mai.2016 | 13:15 Uhr

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