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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

Fördermittel : Gute Zusammenarbeit belohnt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer erkennt die Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge als Lokale Tourismusorganisation an, obwohl nicht alle notwendigen Kriterien erfüllt sind.

Hoher Besuch in der Tourist Information Grünes Binnenland in der Gemeinde Tarp. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer überreichte dort die Urkunde für die Lokale Tourismusorganisation (LTO) Eider-Treene-Sorge/Grünes Binnenland. Marianne Budach von der Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland und Geschäftsführer Karsten Jasper von der Eider-Treene-Sorge GmbH in Bargen, nahmen sie freudig entgegen, schließlich hat die offizielle Anerkennung neben der Würdigung der eigenen Arbeit ganz praktische Vorteile. Einerseits wird die Position gegenüber den umliegenden Regionen und dem Landesmarketing der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein gestärkt, andererseits ist die Anerkennung Grundbedingung für Fördermittel des Landes. Kommunen können nur dann auf Landesmittel für touristische Projekte hoffen – etwa für Infrastrukturprojekte –, wenn sie Mitglied einer LTO sind.

Dass es mit der Anerkennung geklappt hat, ist den vereinten Anstrengungen beider Organisationen zu verdanken. Vorausgegangen war ein Termin im April bei der Eider-Treene-Sorge GmbH in Bargen. Dort hatten Marianne Budach und Karsten Jasper beim Minister und der Leiterin des Tourismusreferats, Kerstin Ehlers, anschaulich für die Anerkennung der Region geworben. Obwohl einige Kriterien nicht erfüllt werden können, hatte sich Meyer schon damals von der Zusammenarbeit und innovativen Projekten beeindruckt gezeigt.

Jetzt machte Meyer deutlich, warum das Ministerium eine Ausnahmeentscheidung gefällt hat: „Wir haben klare Kriterien für die Anerkennung als Lokale Tourismusorganisation, aber all das hat seine Grenzen, zum Beispiel bei der Ausdehnung der Gebiete.“ Auch wenn einzelne Kriterien wie die geforderten Bettenzahlen nicht erfüllt würden, so der Minister weiter, müsse die gute Arbeit in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge honoriert werden. Diese stehe als LTO nun auch offiziell auf Augenhöhe mit anderen Destinationen im Land.

„Die gute Zusammenarbeit über viele Kommunen und vier Landkreise (Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen) hinweg, sind hier vorbildlich“, erklärte der Gast aus Kiel. Genau das sei das Ziel der Tourismusstrategie des Landes. Urlauber interessierten sich nicht für Kreisgrenzen, so der Minister weiter. Das in der Region überwundene Kirchturmdenken und deren starkes wie homogenes Auftreten seien deshalb ein wesentlicher Grund für die Entscheidung gewesen. Budach, Jasper und Wirtschaftsminister Meyer erwarten von der Anerkennung nach dem ADAC-Tourismuspreis 2015 einen Schub für den Tourismus in der Region.

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erstellt am 21.Aug.2016 | 10:00 Uhr

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