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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 13:10 Uhr

Deutsche Meisterschaften : Großer Sport im kleinen Bredstedt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei den DM im Feldfaustball hatten der BTSV-Vorsitzende Sören Nissen und sein Team alle Hände voll zu tun. Im Bredstedter Stadion wurde Sport auf hohem Niveau gezeigt.

Wenn es gelingt, die Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft in eine kleine Stadt wie Bredstedt zu holen, dann ist das ohne Frage eine tolle Sache. Selbst wenn es dabei um eine Randsportart wie Feldfaustball geht. Und so herrschte im Stadion eine Super-Stimmung – das Publikum bei den vom Bredstedter Sportverein (BTSV) ausgerichteten Wettkämpfen um den Titel des Deutschen Faustballmeisters hatte hörbar viel Spaß. Farbig auf den jeweiligen Verein abgestimmt trommelten und tröteten sich die Fans durch die spannenden Wettkämpfe.

Alle Teams hatten eine weite Anreise. Eines kam aus Berlin, ein anderes aus Rosenheim. Und damit ist es fast schon vorbei mit den namhaften Städten. Doch auch Dennach, Moslesfehn und Pfungstadt spielen ganz oben mit, ebenso Ahlhorn, Calw, Oberndorf, Schneverdingen, Vaihingen/Enz, Voerde – und nicht zuletzt Bredstedt.

Die Sportler und ihre vielen mitgereisten Fans hieß Bürgermeister Knut Jessen willkommen. „Die Vergabe nach Bredstedt nehmen wir als bewusste Wertschätzung für den engagierten Faustballsport unseres BTSV wahr“, freute er sich auch darüber, dass die Menschen seiner Stadt so in einen ganz besonderen Genuss kommen: „Sie sehen Faustball der besonderen Art und Güte und können live miterleben, wie attraktiv, balltechnisch ausgeprägt und kampfbetont dieser Sport ist.“

Der BTSV-Vorsitzende und Leiter der Faustballsparte, Sören Nissen, holte die Spiele nicht nur nach Bredstedt, er regelte sie auch von A bis Z. Hinter ihm liegt ein Jahr harter Arbeit, doch auch an den Wettkampftagen klingelte sein Handy pausenlos. Gleich zu Beginn gab es eine kleine Katastrophe, denn auf dem Platz brach das Stromnetz zusammen. Alle paar Minuten erlosch die elektronische Anzeigetafel mit dem Spielstand, verstummten die Mikrofone, versiegte die fetzige Musik. Nissen beauftragte kurzerhand einen Elektriker mit der Lösung des Problems. Mit dem Fachmann kehrte auch seine gute Laune und Gelassenheit zurück.

„Ich hab ein ganz tolles Team aus mehr als 50 Helfern um mich, einschließlich meiner Familie“, so Sören Nissen dankbar. Seine Frau kochte literweise Kaffee, der Sohn war immer irgendwo auf dem Platz unterwegs, und Tochter Julia hat sich um das Frühstück für die rund 40 Sportler gekümmert, die mangels anderer Quartiere in der Sporthalle übernachten mussten. Auch die Unterbringung der „Offiziellen“, der Vertreter der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) und der Schiedsrichter, lag in seiner Hand. „Wir haben alles Mögliche angemietet, auch Jugendherbergen und weit entfernte Quartiere bis rauf nach Niebüll.“ In den Tagen vor den Wettkämpfen übernachtete Sören Nissen auf dem Platz, um die letzten Vorbereitungen überwachen zu können. Mühen, die sich aus seiner Sicht aber unbedingt gelohnt haben, denn abgesehen von dem Stromdebakel lief alles wie geplant.

Auf die Frage, was ihn seit nunmehr 35 Jahren am Faustball fasziniert, hat Sören Nissen sofort eine Antwort parat: „Es ist eine faire Familiensportart, und wir sind hier auch eine große Familie“, sagt er und hofft, dass Faustball eines Tages zur olympischen Disziplin werden kann. Neben den sportlichen Wettkämpfen sind ihm die Begegnungen und das Miteinander wichtig. Auch deshalb gab es abends auf dem Sportplatz eine zünftige DM-Party. Für Stimmung sorgte das DJ Ötzi-Double Kay Christiansen.

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