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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 17:26 Uhr

19. Husumer Krabbentage : Genug Krabben für alle

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Trotz der Knappheit der kleinen Schalentierchen wurden die 19. Husumer Krabbentage ein voller Erfolg – für die Gäste und für die Veranstalter.

„Was ist ein Schlickrutscher?“ Diese Frage stellten sich gestern viele Besucher der 19. Husumer Krabbentage. Sie wurde beantwortet, als sie sich das kulinarische Meisterstück auf dem Gaumen zergehen lassen durften. „Das Rezept war schon lange in unserem Kopf, doch heute wird es erstmals auf dem Teller präsentiert“, sagte Thomas Friess, erster Vorsitzender des Vereins der Köche Westküste.

Begonnen hatte das Fest entlang der Hafenmeile bereits am Sonnabend, als Thomas Friess, Werbegemeinschafts-Vorsitzender Peter Cohrs, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Flensburg Uwe Möser und Vize-Bürgermeister Peter Knöfler die traditionelle Veranstaltung mit dem Krabbenschluck einleiteten.

Erster Höhepunkt im Tagesprogramm war der Azubi-Kochwettbewerb, zu dem sich vier Auszubildende aus Nordfriesland gemeldet hatten. Michael Stüben von der Diako Nordfriesland, Lisa Marie Tuitger vom Landgasthof in Achtrup, Ahmed Soufi-Peter vom Restaurant Stilbruch in St. Peter-Ording und Felix Thomsen vom Bio-Hotel Miramar in Tönning hatten interessante Rezepte mitgebracht, die sie unter den prüfenden Augen einer fachkundigen Jury gekonnt zubereiteten. „Es war wirklich keine leichte Aufgabe, da das beste Gericht heraus zu schmecken“, mussten die Jury-Mitglieder nach dreistündiger Kochpräsentation einräumen. Am Ende lagen die Teilnehmer nur wenige Punkte auseinander und Michael Stüben konnte den begehrten Pokal in Empfang nehmen. Doch Küchenmeister Erik Brack vom Halligkrog auf Hooge stellte klar, dass es hier eigentlich vier Gewinner gegeben habe. Das meinten auch die Zuschauer, die die Gerichte probieren durften. Hermann Hansen aus St. Peter-Ording hätte gleich allen Teilnehmern einen Pokal zuerkannt.

Ins Geschehen griff auch Erik Brack mit einem ganz besonderen Gericht ein. „Husumer Allerlei in der gratinierten Marschkartoffel mit Krabben“ nannte er sein Werk, das er unter den Augen vieler Zuschauer auf der Eventbühne zauberte.

Sorgen um die Delikatesse aus der Nordsee machen sich allerdings die Krabbenfischer (wir berichteten). „Wittlings- und Kabeljau-Schwärme fressen uns die Krabben weg“, erklärte Fischer Peter Hinrichs. Das machte sich auch im Preis bemerkbar: Zwölf Euro pro Kilogramm mussten die Kunden für die frischen Meerestiere an dem Kutter hinlegen, der im Binnenhafen festgemacht hatte. Was sie dennoch taten: „Das ist zwar deutlich teurer als 2015, aber die Ware ist fangfrisch“, sagte Johannis Pfleider aus Porzheim.

Der Sonntag wurde mit dem Verkauf des schon erwähnten Schlickrutschers eingeleitet. Aus Spinat, Ricotta sowie Blätterteig und Kräuterquark hatte die Mannschaft um Thomas Friess und Erik Brack den bisher unbekannten Leckerbissen hergestellt. Die Jugendgruppe des Vereins der Köche Westküste übernahm den Verkauf, durch den knapp 750 Euro für die Jugendarbeit zusammen kamen.

Beim Krabbenpulwettbewerb machte Wiebke Gimmini mit 142 Gramm das Rennen. Jüngster Teilnehmer war hier der zehnjährige Ben Köhler aus Jülich bei Köln, der vorher noch nie eine Krabbe gepult hatte, sich aber achtbar schlug.

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