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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 21:36 Uhr

Amt Viöl : Gemeinsam für das schnelle Internet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vier Gemeindevertretungen tagten erstmals zusammen. Das Thema: Ein Zweckverband für den Breitband-Ausbau im Amt Viöl.

Gleich vier Gemeindevertreter-Sitzungen auf einen Schlag: Erstmals tagten die Gremien von Haselund, Löwenstedt, Norstedt und Sollwitt gemeinsam. Die Bürgermeister Jan Thormählen aus Haselund, Holger Jensen aus Löwenstedt sowie Volker Carstensen aus Norstedt und Thomas Hansen aus Sollwitt waren mit den jeweiligen Gemeindevertretern in der Gaststätte Friedensburg in Löwenstedt zusammengekommen, um über das Bundesförderprogramm Breitband zu beraten.

Gerd Carstensen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Viöl, nannte zu Beginn der Marathonsitzung den Grund der Versammlung: „Das Thema geht uns alle an.“ Von der flächendeckenden Breitbandversorgung würden alle Gemeinden profitieren. Doch bis dahin müsse noch ein weiter Weg mit viel Arbeit beschritten werden. Carstensen stellte klar, dass dies eine Gemeinschaftsaufgabe mit vielen Herausforderungen sei, die sich am Ende auch lohnen würde. Ziel sei es, das Amt Viöl mit dem schnellen Internet flächendeckend zu versorgen.

Hierfür hat der Bund ein Förderprogramm auf den Weg gebracht. „Um davon zu profitieren, müssen die Gemeinden, aber auch die Ämter ihre Kräfte bündeln“, stellte Carstensen klar. Die einzelnen Kommunen hätten absolut keine Chance, an die Fördertöpfe heranzukommen. Und auch das Amt Viöl sei dafür allein sei zu klein. Ein gemeinsames Auftreten und ein gemeinsamer Förderantrag hätten dagegen größere Chancen. Ein Zweckverband wäre sinnvoll, so Carstensen. So hätten bereits die Ämter Eiderstedt und Nordsee-Treene sowie die Städte Tönning und Friedrichstadt beschlossen, gemeinsam einen solchen Verband zu gründen. „Und auch wir als Amt Viöl sollten ihm beitreten.“ Hierfür müssten die Gemeinden jedoch die gemeindliche Aufgabe „Ausbau schneller Internet-Zugangsmöglichkeiten“ an das Amt übertragen, so Carstensen weiter.

Eine große Hürde sei inzwischen bereits überwunden. So haben die drei genannten Ämter mit Tönning und Friedrichstadt vom Berliner Bundesministerium für Infrastruktur bereits einen Förderbescheid über jeweils 50.000 Euro erhalten. Damit können Beraterleistungen in Anspruch genommen werden. Und so werde die Beantragung entsprechender Fördermittel durch Planungsbüros deutlich erleichtert.

Die Aufgabe eines Zweckverbandes sei mit den eines Schulverbandes zu vergleichen. Der Zweckverband ist Eigentümer der Leitungen und wird diese verpachten. Mit diesen Einnahmen könne das Projekt finanziert werden. Weiter stellte Carstensen klar, dass der Zweckverband nur Flächen bediene, die noch nicht (und auch in naher Zukunft nicht) durch die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft versorgt würden. Die Kosten für das amtsweite Projekt belaufen sich nach derzeitigen Berechnungen auf mehr als 32 Millionen Euro. „Wir rechnen aber mit einer Förderung in Höhe von gut neun Millionen Euro“, trug Carstensen vor. Nach dieser ausführlichen Information berieten die vier Gemeinden einzeln über das weitere Vorgehen.

Zur Diskussion stand jeweils der Beitritt zum Zweckverband und die Aufgabenübertragung Ausbau schneller Internet-Zugangsmöglichkeiten an das Amt Viöl. Nach kurzer Beratung stimmten alle vier Gemeindevertretungen den beiden Punkten zu.

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