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Tating : Gemeinderat spricht sich für Solarpark aus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Projekt soll östlich des Dorfes zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße 202 entstehen. Auf zehn Hektar sollen die Module stehen.

Der Solarpark zwischen Tating und Kirchspiel Garding soll gebaut werden. In ihrer Sitzung gaben die Tatinger Gemeindevertreter grünes Licht für das Projekt zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße 202 in Höhe Heisternest. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Änderung des Flächennutzungsplans und die Erstellung des erforderlichen Bebauungsplans Nr. 13 in Angriff genommen werden. Damit folgte das Gremium der einstimmigen Empfehlung des Fachausschusses. Die Pläne werden beim Amt Eiderstedt ausgelegt: Jeder Bürger kann dazu Stellung nehmen, ebenso die Träger Öffentlicher Belange. Die Firma Wattmanufactur aus Galsmbüll will auf einer Fläche von etwa zehn Hektar den Solarpark errichten. „Die Fläche ist ideal dafür. Östlich von Tating entlang der Bahnlinie wird die Anlage von der Bundesstraße her kaum auffallen“, so Bürgermeister Hans Jacob Peters. Eine Bürgerbeteiligung an dem Park sei nicht geplant und lohne aufgrund der Gesetzgebung für Erneuerbare Energien auch nicht. Die Kosten für die Bauleitplanung würde Wattmanufactur übernehmen, hatte es in der Sitzung des Bauausschusses zuvor geheißen.

Die Module werden an der Unterkante eine Höhe von 80 Zentimeter haben, an der Oberkante von 2,5 Meter und auf Pfählen stehen. Das hatte Firmengeschäftsführer Hauke Nissen im Bauausschuss erklärt. Betonfundamente sind nicht erforderlich. Die Module werden pro Jahr für zehn Millionen Kilowattstunden sorgen. In der Sitzung hatte er auch versichert, dass die Gewerbesteuer aus dem Solarpark zu 100 Prozent an die Gemeinde Tating geht. Wenn die Kommune es wünscht, kann das Gelände eingegrünt werden. Neben dem Park wird eine erforderliche Ausgleichsfläche geschaffen. Die Erschließung soll von Norden erfolgen.

Auch das Vorhaben des Golfplatzbetreibers billigten die Vertreter durch Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans. Er möchte seine Anlage an der B202 um drei ihm bereits gehörende Flächen für weitere Bahnen erweitern. „Dagegen kann nichts sprechen. Damit wird die Attraktivität der Anlage gesteigert“, so Peters.

Die Abgabe einer Stellungnahme zur Landesentwicklungsstrategie Windenergie will sich das Gremium sparen. „Die Anlagen sind bereits repowert worden. Weitere Flächen sind für Tating nicht vorgesehen“, so der Bürgermeister. Die drei Windparkbetreiber sollen sich mit dem Thema befassen und eventuell selbst einen Gutachter beauftragen, falls sie etwaige weitere mögliche Areale sichern wollen.

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