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LTE oder Breitband auf Nordstrand : Gemeinde setzt auf Breitband

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bürgermeister widerspricht jedoch Gerüchten, man wolle LTE-Funktechnik verhindern.

Wenn Nordstrands Bürgermeister Werner-Peter Paulsen etwas ärgert, dann sind es völlig haltlose, aber unter der Bevölkerung kursierende Gerüchte. Eine Bürgerin aus dem Ortsteil Süderhafen hatte in der jüngsten Gemeinderatssitzung darüber informiert, dass ihr im Ladengeschäft eines Anbieters von einem Fachberater erklärt worden sei, dass die Gemeinde den Einsatz der LTE-Funktechnik verhindere. Ähnliche Aussagen habe sie schon von Mitbürgern gehört.

„Das ist mir auch schon mehrfach zu Ohren gekommen. Die Behauptung ist schlichtweg falsch“, dementierte der Gemeinde-Chef. Vielmehr sei es so gewesen, dass die Gemeindevertretung bereits im vergangenen Jahr grünes Licht für die Installation eines für den Einsatz besagter Technik nötigen höheren Funkmastes gegeben hatte. Der wurde daraufhin von der Telekom auch neben dem alten Antennenturm im „Neuer Weg“ installiert. Der ausgediente Mast sollte entfernt werden. Das allerdings sei bisher nicht passiert. Wenn die Technik dann nicht an den Start gehe, läge das einzig und allein an der Telekom. Die Gemeinde habe damit nichts zu tun. Außerdem könne Internet per Funk nur eine Übergangslösung sein, um die langsame Verbindung auf dem Eiland zumindest etwas schneller zu machen. Je mehr sich allerdings einloggten, umso weniger Leistung komme tatsächlich an.

Geplant sei nach wie vor, jedes Haus auf Nordstrand an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen. Das sei, so der Bürgermeister weiter, die einzige zukunftsfähige Lösung, und sie werde auch dank des gegründeten Zweckverbandes (wir berichteten) demnächst umgesetzt. Die zur Verfügung stehenden Bundesfördermittel müssen nur abgerufen werden. „Ich hoffe, dass wir dann auf eine geforderte Anschlussquote von 68 Prozent kommen, denn sonst würde das Projekt sterben“, so Paulsen weiter. Diesbezüglich werde es noch Info-Veranstaltungen geben und Überzeugungsarbeit in Einzelgesprächen zu leisten sein. Jeder Hausbesitzer müsse sich darüber im Klaren sein, dass die Investition für die Zukunft ist und zudem das Eigentum aufwerte. Wenn die Telekom behaupte, sie würde einen solchen Glasfaseranschluss auch anbieten können, so sei zu bedenken, dass deren Glasfaserkabel lediglich bis zu den Verteilerstationen verlegt würde. Die Haushalte dagegen würden von dort mit herkömmlichen Kupferkabeln versorgt – und die hätten eben begrenzte Kapazitäten.

Zum Tagesordnungspunkt „Stellungnahme zur Teilfortschreibung Windenergie“ votierte das Gremium für die vom Amt Nordsee-Treene vorbereitete Eingabe. Nach dem Motto „alles kann so bleiben wie es ist“ sprachen sich die Vertreter für die Berücksichtigung wie bisher bei der Aufstellung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung im Regionalplanverfahren aus. Das Land Schleswig-Holstein hatte nach dem jetzigen Plan für die Kommune keine Potenzialflächen für Windenergie mehr vorgesehen. „Wir wollen keine neuen Anlagen, aber die, die da sind, möchten wir erhalten. Bewusst hatten wir die Mühlen wohl dosiert aufgestellt“, brachte es der Bürgermeister auf den Punkt. Zwei Mühlen, jeweils 44 Meter hoch, stehen östlich der Kreisstraße 68 auf dem Gemeindegebiet Nordstrand im Morsumkoog, sowie vier weitere im Zuge der Arrondierung im angrenzenden Gebiet der Kommune Elisabeth-Sophien-Koog. Die Anlagen, so Paulsen, stehen weit ab vom touristischen Geschehen und dort, wo ohnehin schon zwei Biogasanlagen sind. Mehr sei nicht gewollt. Selbst auf der Insel Fehmarn funktioniere das Miteinander der Bereiche Tourismus und erneuerbare Energien erfolgreich. Nach den bisherigen Erfahrungen gäbe es keine Konflikte mit dem Vogelzug.






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