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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 13:40 Uhr

Zukunftsstadt 2030 : Geld aus Berlin für Friedrichstadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Friedrichstadt rutscht als Nachrücker in die zweite Phase des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“. Damit fließen 100.000 Euro in das Holländerstädtchen, um es nach dem Bürgerwillen zu gestalten.

„Das ist toll, ich freue mich, das bringt unsere Stadt voran“, so reagierte Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt auf die Meldung des Berliner Ministeriums für Bildung und Forschung. Das kleine Holländerstädtchen hat es geschafft, es rutscht in die zweite Phase des bundesweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030. Zwar nicht direkt, sondern auf einem Umweg, der aber zur Freude des Stadt-Chefs die Pläne nicht wesentlich tangieren wird. „Friedrichstadt wird zur Nachrückerstadt. Wir bekommen statt der von uns errechneten 178.000 Euro 100.000 Euro. Ich denke, dass wir damit dennoch mindestens 90 Prozent unserer Pläne umsetzen können. Das Wichtigste aber ist, wir können damit auch weiter am Wettbewerb um die Phase 3 teilnehmen.“

Das Holländerstädtchen ist nicht unter den 20 Kommunen des Wettbewerbs Zukunftsstadt gelandet, allerdings haben die Jury und das BMBF entschieden, die Stadt für die Nachrückerplätze zu nominieren, heißt es aus dem Ministerium. Und offiziell: „Bis zum Ende des Monats werden wir hier noch einmal mit allen Beteiligten über das Konzept sprechen und dieses weiterentwickeln. Somit wäre es dann möglich, dass Friedrichstadt Anfang August noch in die zweite Phase des Wettbewerbs nachrückt.“

Vogt ist dennoch optimistisch, denn ihm wurde bereits signalisiert, dass dies nur eine formelle Sache sei. Bis Ende des Monats muss die Stadt nun allerdings ihr eingereichtes Konzept den neuen, sprich verminderten Möglichkeiten anpassen. „Das schaffen wir, da sehe ich kein Problem“, sagt Vogt. Wo auf alle Fälle nicht gespart werden dürfe, sei der Posten der Stadtmanagerin, denn die arbeite bereits seit fünf Monaten und bringe die Stadt voran. Doch Details könne er noch nicht nennen, die müssten in einer größeren Runde besprochen werden. Friedrichstadt hat sich an dem Wettbewerb auf Initiative der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland beteiligt. Anfangs ging es nur darum, gegen den zunehmenden Leerstand in der Stadt vorzugehen. Daraus entwickelte sich eine regelrechte Bürger-Bewegung, die sich die Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Jury aus Experten hat 20 Kommunen und die Nachrücker ausgewählt, um mit Bürgern und Wissenschaft ihre Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt z uentwickeln. Sie sind damit einen Schritt weiter, ihre Konzepte vor Ort zu verwirklichen.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka beglückwünschte gestern in Berlin die Teilnehmer: „Schon in seiner ersten Phase hat der Wettbewerb Zukunftsstadt viele Impulse für Veränderungen gesetzt. In den 51 teilnehmenden Kommunen wurden seit 2015 viele gute Ideen geboren: Beispielsweise wie Verkehrswege in Parkanlagen und Gemeinschaftsorte umgewandelt werden könnten, es sind neue Nachbarschaftskonzepte und Ideen für ein lebendigeres Stadtleben entstanden.“

Die überzeugendsten Visionen werden nun in der aktuellen zweiten Phase zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können. Der Wettbewerb ist eine Aktivität der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung. Partner sind der Städtetag, der Städte- und Gemeindebund und der Landkreistag.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 12:30 Uhr

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