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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Kein Geld für Sicherheit : Gefährliche Fahrt auf dem Zweirad

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Radwege auf Eiderstedt sind vielerorts in einem sehr schlechtem Zustand. Dem Landesbetrieb Verkehr und Straßenbau fehlen Geld und Personal zur Mängelbeseitigung

Radfahren ist sehr beliebt bei vielen Eiderstedter Urlaubern. Sie wollen sich vom Drahtesel aus an Landschaft und Ausblicken erfreuen und dabei entschleunigen. Sie genießen es am Deich entlang, an Weiden mit Kühen oder Schafen und durch die stillen Ortschaften zu radeln. Es sind viele Radstrecken auf der Halbinsel ausgewiesen. Das Thema wird auch fleißig in den Broschüren und auf Websites der Touristiker beworben. Aber auch viele Einheimische nutzen das Rad für Ausflüge oder um einfach, gerade im Sommer, von A nach B zu kommen.

Allerdings sorgt die Natur für Verdruss bei den Radfahrern. Die Strecke zwischen Welt und Garding ist eine Buckelpiste geworden – dank der Bäume, die ihre Wurzeln unter den Asphalt geschoben haben und ihn dadurch aufwölben. Zwar hat die Straßenmeisterei Wesselburen von der Radwegdecke etwas abgeschabt, jedoch sind diese Stellen für Radfahrer immer noch sehr gefährlich. Erst kürzlich stürzte eine Sechsjährige kurz vor Welt und schlug sich die Knie auf.

Auf dem Radweg entlang der Eiderdamm-Straße sieht es nicht viel anders aus. Dort wurden die Bodenwellen teilweise mit Verbundpflaster ausgebessert, das Unkraut schießt durch und vor dem Übergang zu diesen ausgebesserten Stellen gibt es größere Absenkungen. Teilweise gibt es aber auch so tiefe Löcher, dass ein Befahren des Radweges am Tag höchst gefährlich ist, und in der Dunkelheit nicht zu empfehlen.

„Wir machen bei jeder sich bietenden Gelegenheit, vor allen Dingen bei den Verkehrsschauen, den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr auf diese Misstände aufmerksam“, sagt Thomas Helmke, zuständiger Mitarbeiter der Amtsverwaltung Eiderstedt. Der Landesbetrieb sei nämlich für die meisten Radwege außerhalb der Ortschaften zuständig. Für die Ortsdurchfahrten seien wiederum die Gemeinden verantwortlich. „Aber es passiert einfach nichts“, so Amtsmitarbeiter Helmke.

Es besteht keine Aussicht auf Besserung. „Es gibt derzeit keine konkreten Pläne, Strecken zu sanieren“, erklärte Karl-Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs, die für Eiderstedt zuständig ist. „Es fehlt das Geld dafür, speziell beim Land. Außerdem haben wir kein Personal. Bauingenieure sind schwer am Markt zu kriegen. Und andere größere Projekte gehen da vor.“ Die Eiderstedter und ihre Gäste müssen sich also weiter gedulden.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 14:00 Uhr

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