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Neubau in Garding : Garding benötigt einen größeren Kindergarten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der jetzige platzt aus allen Nähten. Am 5. April gibt es eine große Versammlung mit allen beteiligten Kommunen. 2,2 Millionen Euro wird der Neubau geschätzt kosten.

„Kernpunkt“ der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung der Stadt Garding war die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte. „Wir müssen da dringend vergrößern“, betonte Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt (CDU). „Wir haben eine hohe Nachfrage und keine Plätze mehr frei. Dadurch verlieren wir Kinder an andere Träger.“ Ursprünglich habe die Stadt die Räume der Hausmeisterwohnung und der Bücherei dazunehmen wollen. Das seien zwar jene Räume, die im Moment passend sind – aber für die Zukunft sei das nichts, sagte die Bürgermeisterin und sprach einen zentralen Aspekt des Projekts an: „In der nächsten Zeit werden wir uns als Stadt auch erweitern – wir sprechen da von 60 neuen Grundstücken und mehreren Investoren – da werden neue Familien dazukommen, die entweder Kinder mitbringen oder welche bekommen.“ Weil dann beide Elternteile arbeiteten, müssten die Kinder betreut werden – gewünscht werde sehr häufig eine Betreuungszeit bis 17 Uhr. „Wenn wir nun in der zunächst vorgesehenen Weise also unter Hinzuziehung von Hausmeisterwohnung und Bücherei umbauen, dann stehen wir in zwei Jahren erneut vor dem Problem. Die Eltern haben wenig Ausweichmöglichkeiten. Selbst die Kindertagesstätte in St. Peter-Ording ist voll. Wenn wir in Garding aber keine Plätze zur Verfügung stellen, dann können wir – nach neuer Gesetzeslage – verklagt werden. “ Und so stellte sie die zentrale Frage in den Raum: Was wäre, wenn die Stadt das Gebäude abreißen lasse und neu baue? Dann könnte so geplant werden, dass eine neue Ü-3-Gruppe und eine Krippengruppe mit einziehen könnten. „Das wäre dann allerdings ein Kostenpaket von 2,2 Millionen Euro – dies aber für einen vernünftigen Neubau.“ Die Bürgermeisterin rechnete weiter vor: „Wenn alles gut geht, sprechen wir hier von Ausgaben in Höhe von 1,5 Millionen Euro – der Rest wären Zuschüsse.“ Die Finanzierung würde auf 25 Jahre angelegt werden. Die Bürgermeisterin schlug vor, im Bungalowstil und barrierefrei zubauen.

Stadtvertreter Michael Katryniak (SPD) erklärte: „Gemacht werden muss das auf jeden Fall.“ Zudem gewönne die Stadt sicherlich einiges zurück, was sonst an Beiträgen für auswärts untergebrachte Kinder gezahlt werden müsste. Die Stadt-Chefin rechnete weiter: „Wir haben jetzt 115 Kinder in der Kita. Mindestens 65 davon kommen aus Garding. Wir hatten eine Bürgermeisterrunde und da haben alle zugestimmt.“ Am 5. April gibt es eine Zusammenkunft mit den Gemeindevertretungen aller beteiligten Gemeinden, nämlich Kirchspiel Garding, Welt, Vollerwiek, Tetenbüll, Katharinenheerd, Poppenbüll Wester- sowie Osterhever und der Stadtvertretung in der Dreilandenhalle.

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