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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 13:19 Uhr

Ausbau im Gewerbegebiet Ost : Ganz schnell zum schnellen Internet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Um den Glasfaser-Ausbau im Gewerbegebiet Ost und in Schobüll voranzutreiben, ist die Stadt Gesellschafter der Bürger-Breitband-Netz-GmbH.

Die Gehwege sind aufgerissen, orange-farbene Schläuche ragen aus dem Erdreich heraus. In der Otto-Hahn-Straße im Husumer Gewerbegebiet Ost werden Glasfaser-Rohre im Auftrag der Bürger-Breitband-Netz GmbH (BBNG) verlegt: für ein schnelles Internet. BBNG-Geschäftsführerin Ute Gabriel-Boucsein erklärt: „Wir haben uns vorgenommen, noch in diesem Jahr fertig zu werden.“ Prokuristin Sabine Birkigt fügt hinzu: „Wenn das Wetter mitspielt und kein Frost frühzeitig eintritt, können wir den gewünschten Zeitplan einhalten.“

„Anwohner der Straße dürfen sich gern noch mit uns in Verbindung setzen, um in das Projekt einzusteigen“, betont Gabriel-Boucsein. Doch nicht nur die. Das Unternehmen plant, das gesamte Gewerbegebiet Ost mit Glasfaser zu versorgen. Die Vermarktung laufe auf Hochtouren, berichtet Birkigt. Viele der dort ansässigen Firmen und Anwohner hätten bereits Verträge unterschrieben.

Damit sich der Netzausbau mit Glasfaser auch wirtschaftlich trägt, muss eine Anschlussquote von 68 Prozent erreicht werden. „Soweit sind wir noch nicht“, sagt Ute Gabriel-Boucsein. Doch die Geschäftsführerin zeigt sich optimistisch, dass es klappen wird. Gebucht werden können bei der BBGN 50, 100 oder 200 Megabit – „auf Wunsch ist auch ein Gigabit möglich“, erklärt Prokuristin Sabine Birkigt.

Begeistert ist der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost (IGO), Ole Singelmann. Bisher gehöre dieser Bereich zu den unterversorgten Flächen. Mit dem Glasfaser-Anschluss erhielten die Betriebe jedoch die bestmöglichste digitale Versorgung. „Mit dieser Technologie bekommen sie die Möglichkeit zur Qualitätssteigerung.“ Auch Singelmann ist überzeugt, dass die Anschlussquote von 68 Prozent mühelos erreicht werden könne.

Jedes Wohnhaus und jeder Betrieb im südlichen Nordfriesland soll Glasfaser erhalten. Dies ist das Ziel der im Jahr 2012 von Kommunen gegründeten Gesellschaft. So lässt die BBNG auch in Norstedt, Olderup, Arlewatt und Horstedt für Glasfaser-Rohre baggern. In Viöl und Haselund läuft die Vermarktung – ebenso seit Kurzem in Schobüll.

Die Stadt Husum, die zu den Gesellschaftern der ersten Stunde gehört, ist ohnehin bisher vor allem mit im Boot, damit im Gewerbegebiet Ost und im Ortsteil Schobüll der Zugriff auf eine schnelle Datenübertragung offeriert werden kann. Für andere Stadtbereiche sei noch nichts vorgesehen, erklärte Sabine Birkigt auf Anfrage.

Hattstedt steht für nächstes Jahr auf dem Plan von Geschäftsführerin Ute Gabriel-Boucsein. Selbst, wenn ein Anwohner einen zweijährigen Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen habe, sei dies kein Problem. „Er sollte sich dennoch mit uns in Verbindung setzen.“

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