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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:09 Uhr

Weniger Tempo in Hattstedt : Für mehr Sicherheit auf den Straßen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hattstedter Gemeinderat votiert für den Einbau von Schwellen an neuralgischen Punkten. Um Raser auszubremsen, sollen acht bis zehn Geschwindigkeitsblocker installiert werden.

Die Gemeinde Hattstedt will noch mehr als bisher für die Verkehrssicherheit tun. „In allen 30er-Zonen im Dorf wird durchweg zu schnell gefahren“, beklagte sich Bürgermeister Ralf Heßmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Immer wieder werde er von besorgten Anwohnern angesprochen. Dort, wo an Einmündungen bereits rote Markierungen angebracht worden sind, wird vorsichtiger gefahren. Doch das reiche laut Heßmann nicht. Vor allem in der Bahnhofstraße, im Siede oder im Quanteweg bestehe dringender Handlungsbedarf.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses hatten den Einbau von Schwellen an besonders neuralgischen Punkten als „Geschwindigkeitsblocker“ empfohlen. Die Gremiumsmitglieder schlossen sich durch einstimmiges Votum dieser Meinung an. Es sollen nach Ortsbesichtigung acht bis zehn solcher Schwellen installiert werden. Ebenso waren sich die Vertreter einig, die Bügel aus Eisen am Ende der Verbindungswege für Fußgänger westlich und östlich der Bundesstraße 5 zu entfernen. „Rollator- oder Rollstuhlfahrer kommen da nicht durch“, bestätigt der Bürgermeister. Ihn hatten auch auf dieses Problem mehrere Bürger hingewiesen. Die Sperren waren vor Jahren angebracht worden, um Mofafahrer vom Durchfahren der Wege abzuhalten. Das habe sich mittlerweile aber erledigt.

7000 Euro will der Gemeinderat nach einstimmigem Votum für die Installation von Spielgeräten aus Kunststoff auf dem Spielplatz im Baugebiet 19 investieren. Einzäunung und Begrünung soll aus eigener Kraft mit Hilfe von Freiwilligen erfolgen. „Wir haben nur 145.900 Euro zur Verfügung, alles andere sind Kosten für Pflichtaufgaben“, stellte der Finanzausschuss-Vorsitzende Ralf Jacobsen fest. Er erläuterte in der Gemeinderatssitzung die Haushaltssatzung mit –plan sowie Stellenplan für 2016. Der Fehlbetrag wird daher in Anbetracht der Erträge im Ergebnisplan von 3,3 Millionen 19.000 Euro gegenüber den Aufwendungen mit 3,9 Millionen 78.800 Euro, voraussichtlich 659.800 Euro betragen. Im Finanzplan werden Einnahmen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 3,2 Millionen 18.100 Euro und Auszahlungen von 3,7 Millionen 58.000 Euro erwartet. Einzahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird es mit 436.700 Euro geben. Die Auszahlungen werden mit 530.900 Euro zu Buche schlagen. Die Hebesätze der Steuern bleiben wie 2015, also Grundsteuer A 380 Prozent, B 390 Prozent, sowie Gewerbesteuer 370 Prozent. Bei der Gewerbesteuer wird wie 2015 mit einem Aufkommen von 322.800 Euro gerechnet, der Grundsteuer B 344.000 Euro (2015: 343.300) sowie Grundsteuer A wie 2015 auch 12.600 Euro. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer wird mit 919.000 Euro (2015: 828.800 Euro), die Gewerbesteuerumlage wie 2015 mit 60.200 Euro, beziffert. Der Stellenplan weist 22,32 Stellen aus.

Einige Faktoren werden zum Minus-Ergebnis führen. So werden die Amtsumlage von 387.500 auf 430.600 Euro sowie die Kreisumlage von 822.100 auf 902.800 Euro steigen. Die Schulverbandsumlage wird mit 316.400 Euro eingeplant. Daneben sind Schulkostenbeiträge für Grund-, Förder-, Gemeinschaftsschüler und Gymnasiasten von 319.900 Euro entsprechend 213 Schüler einzuplanen. Die Kosten für die Kindergärten Arche Noah, Brückengruppe mit den Krippen sowie der Hokus-Pokus-Gruppe werden sich auf 472.800 Euro belaufen. Für die kirchliche Kindertagesstätte ist ein Kostenausgleich von 102.700 Euro zu zahlen. Für den OK-Jugendtreff wurden 43.900 Euro eingeplant. Für die Unterhaltung der Spielplätze der Kindergarten werden 25.400 Euro festgesetzt, verschiedene Anschaffungen für die Freiwillige Feuerwehr Hattstedt-Wobbenbüll, wie Umrüstung auf Digitalfunk, 13.000 Euro, oder ein Zuschuss für die neue Flutlichtanlage des TSV Hattstedt mit 4000 Euro. Im Bereich der Gemeindestraßen wurden für den Bauhof 20.000 Euro und Erwerb eines Grundstücks mit einer Halle 30.900 Euro eingeplant. Der Endausbau des B-Plan 19 wurde mit 80.000 Euro angesetzt, für die Anbindung des Sportparks mit einem Fuß- und Radweg 198.000 Euro. Die Schlüsselzuweisungen reduzieren sich um 94.800 Euro auf 759.800 Euro. Einstimmig gab das Gremium grünes Licht für die Zahlen.
















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