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Husumer Nachrichten

02. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Stadtwerke Husum : Frisches Trinkwasser für Jahrzehnte

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtwerke Husum planen einen neuen Brunnen in Mildstedt.

Die Stadtwerke Husum Netz GmbH will das Trinkwassernetz zukunftsfähig machen. Auch bei der Wasserförderung tut sich was: Im Brunnenfeld am Mildstedter Wasserwerk führt der Netzbetreiber derzeit Probebohrungen durch. Dort soll ein neuer Brunnen gebaut werden. Zwölf Brunnenhäuser gibt es derzeit im Feld. Der Brunnen 15 wurde 2014 außer Betrieb genommen und wird aktuell durch den Brunnen 15  a ersetzt. „Der soll in direkter Nähe zum derzeitigen entstehen. Die Grundwasser führende Schicht liegt zwischen 40 und 120 Meter tief.

Als wissenschaftliche Basis für den Neubau dienen zwei Gutachten von 2015. Darin wurden die bisherige Förder-Situation und der Zustand sämtlicher Brunnen analysiert: Einige Bauwerke stammen noch aus den 1940er-Jahren, der jüngste wurde 1999 errichtet. Zwei Brunnen sind stillgelegt.

„In Husum hat sich der Bedarf an Wasser verändert. Vor allem die älteren Brunnen sind für eine höhere Fördermenge ausgelegt, die heute nicht mehr benötigt wird. Die Versalzung tut ihr Übriges“, erläutert Husum Netz-Geschäftsführer Norbert Jungjohann. Die mittlere Betriebsdauer eines Förderbrunnens beträgt in Norddeutschland 40 bis 50 Jahre – unter günstigen Umständen geht es auch etwas länger.

„Wir handeln jetzt, um in Zukunft eine zuverlässige Trinkwasserversorgung für alle Netzkunden in Husum und Mildstedt sicherzustellen“, betont der Netze-Chef. Sind die Probebohrungen abgeschlossen, kann der neue Brunnen exakt gesetzt werden. Dazu wird ein spezieller Bohrturm installiert. Der Neubau soll voraussichtlich Ende August abgeschlossen sein. Dann werden auch die stillgelegten Brunnen zurückgebaut und abgedichtet, deren Bauteile wie Steigrohre und Pumpen entfernt und die Brunnenhäuser abgebaut.

Dass die Husum Netz heute weniger Wasser fördern muss als vor 30 Jahren, liegt am geänderten Verbraucherverhalten und am Wegfallen großer Verbraucher, erklärt Jungjohann. Früher seien Kasernen mit Trink- und Löschwasser versorgt worden. Ebenso war von 1960 bis zur Übernahme durch den Wasserbeschaffungsverband Treene 1993 der Wasserversorgungsverband Uthlande Abnehmer des Husumer Wassers. „In den kommenden zehn bis 15 Jahren werden wir Brunnenfeld und Trinkwassernetz sukzessive umbauen“, kündigt Jungjohann an. Ziel der Maßnahme sei es, die Trinkwasser-Infrastruktur vor Ort an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Im vergangenen Jahr hat die Husum Netz für den Leitungsneubau rund eine Million Euro aufgewendet – so unter anderem für die Erneuerung einer Hauptleitung in der Osterhusumer Straße. 2016 werden 1,3 Millionen Euro in die Wasserversorgung fließen, rund 250  000 Euro sind für den neuen Brunnen vorgesehen, der Rest für die Erneuerung weiterer Netzabschnitte.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 18:32 Uhr

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