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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 19:33 Uhr

Personalmangel : Friedrichstadt startet „Pflicht“-Feuerwehr - bislang 16 Einsprüche

vom

Weil es nicht genügend freiwillige Feuerwehrleute gab, mussten Bürger verpflichtet werden. Nicht alle tun das gerne.

Friedrichstadt | Im nordfriesischen Friedrichstadt sind erstmals die Mitglieder der neuen „Pflicht“-Feuerwehr zusammengekommen. Neben 21 Altgedienten hätten auch 32 Neulinge ihre Verpflichtung bekommen, sagte Wolfgang Clasen vom Kreisfeuerwehrverband. Viele von ihnen zeigten für ihr neues „Ehrenamt“ zunächst nur mäßige Begeisterung. In acht Wochen werden die „Neuen“ jedoch fit für den ersten Einsatz sein, war sich Clasen sicher.

Feuerwehren klagen immer wieder über eine mangelnde Teilnahme. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Es wohnen immer weniger junge Menschen in ländlichen Räumen - bedingt durch den demografischen Wandel und die Arbeitsplatzsituation.

Bis Montagabend waren nach Angaben von Bürgermeister Eggert Vogt insgesamt 16 Einsprüche gegen die Verpflichtung bei den Ämtern eingegangen. Die sogenannte Pflichtfeuerwehr wurde nötig, da Austritte von Feuerwehrleuten und Umzüge dazu geführt hatten, dass nicht mehr genügend Menschen in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv waren. In Friedrichstadt müssen nach den Vorschriften des Landes-Brandschutzgesetzes mindestens 50 Feuerwehrleute Dienst tun.

Zuletzt hatte die Wehr den Angaben zufolge aber nur noch einen Personalbestand von 23 Feuerwehrleuten. In Burg und List gibt es bereits Pflichtwehren in Schleswig-Holstein.

Der Kreis Nordfriesland hatte sich durch einen Streit innerhalb der Wehr genötigt gefühlt, die Anerkennung als Freiwillige Feuerwehr zu kassieren und eine Pflichtwehr ins Leben zu rufen. 50 Bürger der Stadt, alle unter 50 Jahre alt, erhielten daraufhin durch Boten des Amtes Nordsee-Treene den „Einberufungsbescheid“.

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erstellt am 03.Mai.2016 | 13:43 Uhr

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