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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 07:12 Uhr

Die Planungen beginnen : Friedrichstadt ist Zukunftsstadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Als Nachrücker im bundesweiten Wettbewerb Zukunftsstadt fließen 100.000 Euro nach Friedrichstadt. Nun erhält die Stadtmanagerin eine Vollzeitanstellung. Ziel ist es, die Stadt noch lebenswerter zu machen.

Das lange Warten hat nun ein Ende. Friedrichstadt ist ganz offiziell in den erlauchten Kreis der deutschen Zukunftsstädte aufgestiegen. Das kleine Holländerstädtchen hat es geschafft, es ist in die zweite Phase des bundesweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030 gelangt. Zwar war diese Entscheidung eigentlich schon seit Mitte Juli bekannt, doch offiziell lag der Stadt nichts vor, es hatte lediglich telefonische Mitteilungen gegeben, dass der Ort zwischen Treene und Eider zur Nachrückerstadt wird.

Das Holländerstädtchen gehört nämlich nicht zu den 20 Sieger-Kommunen des Wettbewerbs Zukunftsstadt, allerdings haben die Jury und das den Wettbewerb ausrichtende Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMF) entschieden, die Stadt für einen Nachrückerplatz zu nominieren. Während so die anderen Gewinnerorte schon im Juli mit ihren weitergehenden Planungen beginnen konnten, musste Friedrichstadt noch warten. Denn die Entscheidung, dass die Stadt tatsächlich Nachrücker wird, wurde erst im August gefällt – offiziell erst Ende Oktober mitgeteilt. Und es wird nun zeitlich richtig eng, denn bis Mitte September hätten die Anträge auf Unterstützung gestellt sein müssen, da bereits Anfang November die Förderperiode begonnen hat. Zudem erhält Friedrichstadt nicht wie die anderen Mitbewerber knapp 200.000 Euro an Fördermitteln für die Umsetzung seines Konzeptes, sondern lediglich 100.000 Euro. Dennoch betrachtet die Stadt dies wie einen Lottogewinn, auch wenn die Verwaltung eigentlich einen Finanzbedarf von rund 180.000 Euro errechnet hatte, damit die angedachten Projekte auch umgesetzt werden können.

Gestern nun reiste eine Delegation aus Friedrichstadt nach Hamburg zur Hafen-City-Universität. Schließlich sind gemeinsam mit dieser Hochschule einige Aktivitäten vorgesehen gewesen. Unter anderem sollte ein Ansprechpartner der Uni im Holländerstädtchen ein Büro beziehen, um von dort aus gemeinsam mit der Stadtmanagerin Annika Müller weiter planen zu können, doch dafür dürften die Mittel nicht ausreichen. „Nun wollen wir eine andere Lösung finden“, sagte Bürgermeister Eggert Vogt. Bereits im Frühsommer waren 20 Studenten der Hafen-City-Universität in Friedrichstadt, um dort mit Bürgern zu sprechen. Unter anderem haben sie Gespräche aufgezeichnet, um sich so ein genaues Bild von den Vorstellungen der Einwohner über die Zukunft ihrer Stadt zu machen. Auch die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind in die Bewerbung eingeflossen. Was bereits sicher ist: Nach dem offiziellen Bescheid wird die Stadtmanagerin, die Anfang dieses Jahres ihren Job angetreten hat, auf eine Vollzeitstelle wechseln. Bislang waren es lediglich 32 Stunden.

Unter mehr als 200 Kommunen aus ganz Deutschland hatte sich Friedrichstadt bereits in einer ersten Vorentscheidung durchgesetzt und mit 52 anderen Gemeinden die erste Etappe zum großen Ziel Zukunftsstadt erfolgreich gemeistert. Die Stadt erhielt 35.000 Euro vom (MBF). Gewonnen hat sie einen von der Behörde ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerb. Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es in dem Wettbewerb Zukunftsstadt. Städte, Gemeinden und Landkreise entwickelten dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision für ihre Kommune.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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