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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Bredstedt : Freies W-Lan kommt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtvertretung hat das Projekt einstimmig abgesegnet: Vier Hotspots sollen den Markt, die Sportanlagen, die Harald-Nommensen-Halle und das Freibad mit kostenlosem Internet versorgen.

Das freie W-Lan-Netz in Bredstedt wird größer als geplant. In ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Stadtvertreter einstimmig dafür ausgesprochen, vier Hotspots im Stadtgebiet zu errichten. Somit sollen künftig der Markt- sowie Fiede-Kay-Platz, die Sportanlagen an der Süderstraße, das Freibad und die Harald-Nommensen-Halle an der Gemeinschaftsschule mit kostenlosen Drahtlos-Netzwerken ausgestattet werden. Damit folgen die Stadtvertreter einstimmig dem Empfehlungsbeschluss des Finanzausschusses, deren Mitglieder ebenfalls geschlossen hinter dem Projekt stehen.

Wie berichtet, hatte die Stadtpolitik zunächst über zwei Standorte diskutiert. Vier hätten nach ersten Planungen einmalig etwa 20.000 Euro für Antennen, Verkabelung, Elektronik und Installation gekostet, bei zwei Standorten war man von 10.000 bis 12.000 Euro ausgegangen. Dazu waren 50 bis 60 Euro pro Anlage im Monat für die Unterhaltung im Gespräch. Inzwischen liegt aber ein weiteres Angebot vor: Das Husumer Unternehmen Service Center Emmel bietet gemeinsam mit dem Hamburger Hotspot-Anbieter Lan1 an, vier Netzte für einmalig insgesamt etwa 5500 Euro einzurichten und zu betreiben. Hinzu kommen laufende Kosten in Höhe von etwa 60 bis 70 Euro pro Standort im Monat, die aber zum Teil durch Sponsoring refinanziert werden sollen. So könnten lokale Gewerbetreibende auf der Startseite des stadteigenen Netzes für 20 Euro im Monat auf besondere Angebote hinweisen, schlägt Bredstedts stellvertretender Bürgermeister Christian Schmidt vor. Interessenten könnten sich schon jetzt im Amt melden.

Für die Installation der Hotspots hatte die Wirtschaftsförderung Nordfriesland bereits eine Förderung in Höhe von 2500 Euro zu den Installationskosten in Aussicht gestellt. Die Gesellschaft will die digitale Wirtschaft in der Region stärken und wirbt dafür, dass auch touristisch weniger stark frequentierte Kommunen unter anderem mit freiem W-Lan versorgt werden. Bredstedt würde nun eine Vorreiterrolle übernehmen, aber auch in Leck und Friedrichstadt gibt es ähnliche Pläne.

Schmidt geht davon aus, dass das Projekt zeitnah umgesetzt werden kann – zumindest am Markt und an den Sportstätten. „Wir hoffen, dass die ersten Netzwerke zum Weihnachtsgeschäft in Betrieb sind“, sagt er. Das Freibad soll dann mit Beginn der neuen Saison im kommenden Frühjahr folgen.

Auch Freifunker hatten sich zuletzt in die Diskussion um ein öffentliches W-Lan-Netz eingebracht und vorgeschlagen, dass stattdessen mehr Privatpersonen ihre Router für jeden zugänglich machen. Mehr als 36.000 dieser Freifunk-Knotenpunkte gibt es deutschlandweit bereits. Unter anderem in Hamburg, Kiel, Lübeck und Flensburg kann so stellenweise frei im Internet gesurft werden. In Bredstedt gibt es bislang allerdings kaum Knotenpunkte. „Vielleicht ist das aber irgendwann anders“, sagt Schmidt – und vielleicht käme man dann irgendwann auch ohne das öffentliche Netz aus.

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erstellt am 25.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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