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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 06:05 Uhr

Stargast Sven Jaax : Filmtage mit Weltpremiere

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der gebürtige Husumer Filmemacher Sven Jaax und die Flensburger Schauspielerin Renate Delfs sind zwei Schwerpunkte der 31. Husumer Filmtage. Die haben sich darüber hinaus ein neues Programmheft verordnet.

„Ich glaube, so viel Schleswig-Holstein hatten wir noch nie“, freut sich Hans-Peter Schweger, Direktor der Volkshochschule und Gründungsmitglied im Kuratorium der Husumer Filmtage. Tatsächlich war es in der Vergangenheit nicht immer leicht, den eigenen Anspruch an ein regionales Film-Festival zu erfüllen. Schleswig-Holstein ist nun einmal begrenzt – auch als Herkunftland für Schauspieler und Filmemacher. Doch bei den 31. Filmtagen, die am 29. September beginnen und deren Programm gestern im Kino-Center vorgestellt wurde, ist das anders.

Mehr noch: Es macht seinem Namen alle Ehre, denn im Mittelpunkt stehen die Dokumentarfilme eines Alt- und Neuhusumers. Bevor er sich im Jahr 2000 selbstständig machte, drehte Sven Jaax, Jahrgang 1963, Beiträge unter anderem für Tageschau, Tagesthemen, Brennpunkt und Weltspiegel. In den 55 Reportagen und Dokumentarfilmen, die danach entstanden, geht der gebürtige Husumer nur scheinbar randständigen Fragen nach: Warum leben Menschen auf Inseln mit 300 Regentagen im Jahr? Wer genießt es, 400 Kilometer vom nächsten Nachbarn entfernt zu leben? Wer flieht vor dem Finanzamt nach Usbekistan? Dafür reist er in die entlegensten Winkel der Welt, um „Menschen neugierig aufeinander zu machen“, wie er sagt. Derzeit ist Jaax mit Filmarbeiten in Moskau beschäftigt, wird aber rechtzeitig zur Weltpremiere seines Dokumentarfilms „Kamtschatka – Frühling auf Sibirisch“ in seiner Geburtsstadt zurückerwartet. Der flimmert am Eröffnungstag ab 19.30 Uhr im Kino-Center über die Leinwand – in Anwesenheit des Regisseurs und fast ein halbes Jahr vor seiner Fernseh-Premiere bei Arte. Danach gibt es in der Festival-Zeit wenigstens einen Jaax-Film pro Tag zu sehen – so auch eine Zeitreise in die 1950er- bis 70er-Jahre mit dem Titel „Kindheit in Nordfriesland“.

Ein weiteres Augenmerk der 31. Husumer Filmtage, die am 5. Oktober enden, gebührt einer Grand Dame des norddeutschen Filmgeschehens: der mittlerweile 91-jährigen gebürtigen Flensburger Schauspielerin Renate Delfs. „Ihr werden wir einen ganzen Tag widmen“, berichtet Schweger. Das wird der 2. Oktober sein. Dann gibt es übrigens nicht nur drei Filme mit Renate Delfs zu sehen. „Sie freut sich schon darauf, auch selbst dabei zu sein.“

Neu ist das Erscheinungsbild der 31. Filmtage, das von dem Grafiker Uli Heid grundüberholt wurde. Dazu gehört neben einem ausführlichen Programmheft in größerem Format auch ein kleiner Falti mit dem gesamten Spielplan der Filmtage, den man laut Schweger „gut in Hemd- oder Jackentasche unterbringen kann“. Für das Programmheft mit Hintergrund-Texten und allen relevanten Daten zu den Filmen wird eine Schutzgebühr von einem Euro erhoben.

Natürlich dürfen bei Filmtagen auch die Rubriken Kurzfilmrolle, Neuer Deutscher Film sowie Kinder- und Jugendfilme nicht fehlen. Übrigens: Sämtliche Filme im Programm werden auch als Schulvorstellungen angeboten. Nähere Informationen dazu sind im Kino-Center, der Volkshochschule oder unter www.husumer-filmtage.de im Internet zu finden.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 07:30 Uhr

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