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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

Prüfung in Haselund : Feuerwehr zeigt Spitzenleistung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Haselunder Truppe absolviert erfolgreich die Leistungsbewertung der Stufe IV des Roten Hahns. Jury hat kaum Anlass zur Kritik.

Der Wettergott spielte nicht so ganz mit, als die Aktiven der Haselunder Wehr antraten, um die Stufe IV des Roten Hahns zu absolvieren. Für die Feuerwehr-Leistungsbewertung waren als Kommission der stellvertretende Kreisbrandmeister Wolfgang Clasen, Uwe Kneesch von der Oster-Ohrstedter Wehr sowie Jan Erik Jessen aus Drelsdorf angereist. Unter die Lupe genommen wurden zunächst das auf Hochglanz gebrachte Feuerwehrgerätehaus, die Bekleidung der Feuerwehrleute sowie das Löschfahrzeug LF10. Anschließend waren der Sicherheitsbeauftragte Sören Lehnert sowie Thomas Flemig mit zwei Vorträgen an der Reihe. Nach dem Marschieren ging es dann ans Fremd- und Selbstretten aus der Höhe – und bis dahin lief alles voll nach Plan.

Zahlreiche Einwohner, auch aus umliegenden Gemeinden, andere Brandschützer und Bürgermeister Jan Thormählen hatten sich eingefunden, um zu sehen, wie die Feuerwehr im Ernstfall vorgehen würde. Unterbrochen von einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter mit der nächsten simulierten Aufgabe: Von einem Anhänger waren Baumstämme heruntergerutscht und eine Person eingeklemmt. Nicht nur die Zuschauer – auch die Bewertungskommission zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Kameraden: Erst einmal mussten diese die Stämme sichern, und dann anheben. So hätte eine Person darunter versorgt werden können.

Eine letzte große Übung stand danach auf dem Plan: Für diese hatte die Bewertungskommission den Betrieb des Bauunternehmens Hans Clausen in Brook ausgesucht. Im Lager wurde geprüft, wie eine vermisste Person gerettet wird, nachdem ein Feuer ausgebrochen ist. Viele Meter Schlauch hatten die Feuerwehrleute bis zum Brandort zu verlegen – der Hydrant lag weit entfernt. Dies stellte sich jedoch als keine zu große Herausforderung dar. Dennoch hatten die Atemschutzträger viel zu leisten, da die Halle ordentlich verqualmt und die vermisste Person nicht leicht zu finden war. In der Zwischenzeit gab es eine Lageänderung: Der Unterflurhydrant war beschädigt. Kurz darauf hieß es aber wieder „Wasser marsch“. Auch wenn Gasflaschen in den Räumen sein sollten, so war es für die Truppe kein Problem die Person zu bergen, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und zu löschen.

Während sich die Bewertungskommission zur Beratung zurückzog, wurde das Equipment gesäubert und die Einsatzkleidung ausgezogen, um sich zum Resümee zu treffen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Wolfgang Clasen konnte nur Kleinigkeiten bemängeln. Es zeigte sich schon am Morgen, dass das Team funktionierte. So kam dann eine überdurchschnittlich gute Leistungsbewertung mit 535 von 608 Punkten zustande – und es gab den vierten Stern. Wehrführer Stefan Thomsen zeigte sich mehr als erfreut und dankte allen, die ihn unterstützt hatten. Auch Bürgermeister Jan Thormälen freute sich über den Zusammenhalt, das gute Absolvieren der Übungen und den Besuch der Nachbarwehren.

Wie die Männer tatsächlich hinter ihrem Wehrführer stehen, zeigten sie anschließend, als sie ihm eine Torte mit dem Logo inklusive des vierten Sterns und ein ebenso bedrucktes T-Shirt überreichten. Wolfgang Clasen ging noch einmal auf das sehr gute Ranking an der Spitze auf Kreisebene ein und schloss mit der Hoffnung ab, dass die Haselunder sich in nicht allzu ferner Zukunft für die Absolvierung des fünften Sterns entscheiden werden.

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