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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

Feuerwehr und DLRG retten Spaziergängerin vor der Flut

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für die Einsatzkräfte in St. Peter-Ording war es in diesem Jahr bereits das 19. Mal, dass sie zu einem Einsatz in der Nordsee, auf einer Sandbank oder am Strand gerufen wurden. In jedem Falle alarmiert die zentrale Rettungsleitstelle in Harrislee bei solchen Anlässen Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst – nicht anders am gestrigen Donnerstag um 14.30 Uhr: Über Notruf war gemeldet worden, dass sich Personen auf der großen Sandbank befinden, die durch das hoch auflaufende Wasser keinen Weg zurück ans Festland finden konnten. Ein Bewohner aus einem der Hochhäuser in der Fritz-Wischer-Straße hatte die Leitstelle alarmiert.

Eilig rückte die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen, ihrem Luftkissenboot und zehn Mann an den Strand aus. Die DRLG schickte ebenfalls zwei Fahrzeuge, ein Rettungsboot und mehrere Aktive. Nachdem die Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und DLRG St. Peter-Ording in wasserdichten Überlebensanzügen einen an die Seebrücke angrenzenden Priel durchquert hatten, folgte eine schnelle Erkundung mit Ferngläsern von den hoch gelegenen Dünen aus. Sie sichteten dann auch die Urlauberin, der der Weg zurück abgeschnitten war. Das Wasser war gestern Nachmittag hoch aufgelaufen – bis an die Dünen und ins Vorland drückte der Südwest-Wind die Nordsee. Der Strand war fast komplett überflutet. Nur sechs Grad betrug die Wassertemperatur. Nachdem der Notfallort näher eingegrenzt werden konnte, machte sich die Besatzung des Luftkissenbootes der Feuerwehr auf den Weg in Richtung des Südstrandes.

Die Feuerwehr schob ihr leistungsstarkes Hovercraft in die Nordsee. Die Rettungsschwimmer der DLRG beobachteten derweil weiter die Situation, um notfalls zusätzliche Suchmaßnahmen mit den bereitstehenden Rettungsbooten einleiten zu können. „Die Zusammenarbeit der Rettungskräfte hat – wie auch bei allen vorangegangenen Einsätzen – sehr gut geklappt“, lobte der St. Peteraner Wehrführer Norbert Bies. Der Einsatz war gegen 15.30 Uhr beendet. Die Urlauberin war unverletzt. Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording weist darauf hin, dass man sich vor dem Spaziergang im Wattenmeer – zur eigenen Sicherheit – stets mit dem gültigen Gezeitenkalender und der Wettersituation vertraut machen sollte.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 19:59 Uhr

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