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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 02:04 Uhr

39. Westküstenmarsch : „Feuerwehr kennt keine Grenzen“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Durch Wald und Flur führte die zehn Kilometer lange Strecke des 39. Westküstenmarsches. Mehr als 700 Aktive der Feuerwehren aus Nordfriesland und Dithmarschen nahmen teil.

Eine lange und schöne Tradition pflegen die Kreisfeuerwehrverbände Nordfriesland und Dithmarschen. Seit 1974 machen sich ihre Aktiven bei Wind und Wetter und in voller Montur einmal im Jahr auf zu einem gemeinsamen Marsch. Nach der Veranstaltung im Vorjahr in Schwabstedt fand der 39. Westküstenmarsch nun wieder in Dithmarschen statt. Gastgeber war am vergangenen Sonnabend die Feuerwehr Brickeln-Quickborn. Sie glänzte nicht nur mit perfekter Organisation, sondern wartete auch mit einer reizvollen Strecke auf. Quickborns Bürgermeister Peter Kaiser verwies nicht ohne Stolz darauf, „dass wir bei einer Gemeindefläche von 695 Hektar rund 200 Hektar Waldfläche haben“. Mehr als 700 Teilnehmer gingen in 85 Gruppen auf die zehn Kilometer lange Strecke. Hinzu kamen sieben Jugendfeuerwehr-Gruppen, die alternativ eine sechs Kilometer lange Etappe wählen konnten.

Neben mehreren Vertretern aus der Politik nahmen auch Nordfrieslands Kreiswehrführer Christian Albertsen und sein Dithmarscher Kollege Hans-Hermann Peters teil. Der oberste Dithmarscher Feuerwehrmann war allerdings mit einem weinenden und einem lachenden Auge dabei: Nach zwölf Jahren im Amt nimmt er zum Jahresende Abschied von dieser Position. Für die Verpflegung an drei Stationen und am Zielort war das DRK Albersdorf zuständig, für die rettungsdienstliche Versorgung das DRK St. Michaelisdonn. Dafür setzte dieses zwei Quads und einen Rettungswagen ein. Das Großereignis verlief allerdings unfallfrei – lediglich ein paar Pflaster gegen Blasen an den Füßen mussten versorgt werden.

Großes Lob von Dithmarschens Kreiswehrführer Peters: „Wir – Nordfriesen und Dithmarscher – sind durch diese Westküstenmärsche Freunde geworden. Feuerwehr kennt eben keine Grenzen.“ Auf „gewachsene Freundschaften“ verwies auch Dithmarschens stellvertretender Landrat Volker Nielsen: „Die Nordfriesen und die Dithmarscher waren nicht immer die besten Freunde. Aber das ist heute Vergangenheit.“ Sehr zufrieden zeigten sich auch die beiden Geschäftsführer der Kreisfeuerwehrverbände Birte Pries (Dithmarschen) und Jan Erik Jessen (Nordfriesland): „Die Kameradschaft vor Ort ist einfach super.“ Dies konnten Sarah Schrödl und Eicke Ludorf von der Feuerwehr Bordelum nur bestätigen: „Wir fühlen uns zwischen unseren vielen männlichen Kameraden sehr wohl.“ Um dabei sein zu können, hatten einige Teams zeitaufwendige Anreisen in Kauf nehmen müsse – dies galt vor allem für die Teilnehmer von den Inseln oder aus Handewitt.

Zwei Stunden Zeit stand den Gruppen dann zur Bewältigung der Strecke zur Verfügung. Zum Abschluss gab es traditionell das gemeinsame Mittagessen. Dabei verriet Nordfrieslands Feuerwehrchef Christian Albertsen schon mal, dass die Feuerwehr in Haselund den Marsch 2017 ausrichtet. Albertsen: „Ich freue mich sehr, dass wir mit unseren Westküstenmärschen immer noch am Ball sind – derartige Feuerwehrmärsche sind in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Stormarn leider aufgrund geringer Beteiligung eingestellt worden.“

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