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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 21:42 Uhr

Fehlender Laptop und falsche Stele

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Man ist das peinlich, werden so manche Kommunalpolitiker im Friedrichstädter Rathaus gedacht haben, als der oberste Coop-Planer Schleswig-Holsteins mit einem Architekten die Pläne für den Umbau des SK-Marktes in dem Holländerstädtchen vorstellen wollte. Denn in der Sitzung des Bauausschusses sollten nicht nur genaue Lagepläne, sondern auch Fotomontagen gezeigt werden, wie das Gebäude an alter Stelle im Westen der Stadt einmal aussehen wird. Doch daraus wurde nichts. Die Planer hatten zwar einen USB-Stick dabei, um die Pläne und Fotos an die weiße Wand werfen zu können, doch das passende Gerät für den Stick war im Rathaus nicht aufzutreiben. Zwar hatte der Bauausschuss-Vorsitzende für einen Beamer gesorgt, doch der muss noch an einen Computer angeschlossen werden. Wie vor der Computerzeit üblich, entrollte der Architekt schließlich Papierpläne, pappte sie mit Klebeband an die weiße Wand und hoffte, dass zumindest auch von den hinteren Reihen aus etwas zu sehen sein wird. Dennoch gab es keine Probleme, der Neubau ist vom Ausschuss gewünscht und nun soll über eine B-Plan-Änderung verhandelt werden. Das Beste aber – der Ausschuss-Vorsitzende will nun nachfragen, ob die Stadt sich nicht einen Laptop zulegen will. Übrigens – bei einem der beiden großen Discounter in der Stadt ist für wenig Geld eigentlich immer ein Top-Gerät zu haben. Selbst Lieferzeiten entfallen so.

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Das weltweit größte Nachschlagewerk, Wikipedia, definiert eine Stele so: Grabstein – als Stele wird seit der griechischen Antike primär ein hoher , freistehender Pfeiler bezeichnet. Sie diente oft als Grabmal oder auch als Inschriften- oder Grenzstein. Zudem wird betont, dass sie häufig viereckig ist und sich nach oben hin verjüngt. Was allerdings die Stadt Bredstedt geritten hat, offiziell von einer Stele auf dem Marktplatz zu sprechen, die zum Gedenken an den friesischen Freiheitskämpfer Harro Harrig aufgestellt worden ist, bleibt ein Rätsel. Zwar ist richtig, dass die Infotafel eine Inschrift enthält, aber das ist auch schon alles, was an eine typische Stele erinnert und diesen Begriff rechtfertigen würde. Damit soll nicht das Aufstellen auf dem zentralen Platz in Frage gestellt werden, aber statt Stele in dem Schreiben der Stadt wäre Infotafel richtiger gewesen. Denn solche zweibeinigen stählernen Hinweisgeber finden sich auch an Bushaltestellen oder vor Fremdenverkehrsbüros und Gemeindehäusern.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 10:33 Uhr

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