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Husumer Nachrichten

23. Januar 2017 | 03:31 Uhr

Husum Shopping-Center : Fassaden-Wettbewerb in heißer Phase

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ende Mai haben fünf Architektenbüros mit der Arbeit begonnen, Anfang Juli ist Abgabetermin. Weil Anfang September mit dem Bau begonnen werden soll, muss das alte Haus bis Ende August geräumt sein.

Die heiße Phase des Fassaden-Wettbewerbs für das Husum Shopping-Center (HSC) in der Innenstadt läuft: Nachdem es Ende Mai ein sogenanntes Rückfragen-Kolloqium gegeben hatte, arbeiten jetzt die fünf beauftragten Architektenbüros – zwei in Hamburg und je eines in Berlin, Stuttgart und Kappeln – mit Hochdruck an ihren Entwürfen. „Anfang Juli soll die Entscheidung gefallen sein, wer das Rennen macht, und Mitte Juli werden der prämierte Entwurf und die vier anderen Vorschläge öffentlich präsentiert“, sagt Jörg Schlindwein von der Bauverwaltung. Damit liegt die Planung weiter im Zeitrahmen: „Auf der letzten Stadtvertretersitzung vor der Sommerpause am 21. Juli befasst sich das Kollegium mit dem Satzungsbeschluss und dem Durchführungsvertrag für das HSC“, so Schlindwein. Bis Ende August muss das alte Hertie-Haus von allen Geschäften geräumt sein und für Anfang September ist der Baubeginn angesetzt.

Was die Fassade angeht, soll eine Jury unter Vorsitz eines unabhängigen Architekten – bestehend aus dem Investor, Vertretern des Projektentwicklers, der Stadt Husum, der politischen Parteien und nicht zuletzt der unteren Denkmalschutzbehörde – die beste Idee küren. Und da auch alle Beteiligten ein Wörtchen bei der Auswahl der Büros mitzureden hatten, sei es gar nicht so einfach gewesen, fünf geeignete zu finden, so Schlindwein weiter. „Zumal die bei dem engen Zeitplan ja auch Kapazität für so einen Auftrag haben und Kompetenz in Sachen Fassadenplanung aufweisen mussten.“ Die Organisation des Wettbewerbs sei dem Hamburger Büro D&K Drost Consult übertragen worden, sagt Peter Cohrs, einer der Geschäftsführer der HSC-Investorengesellschaft. „Die sind auf die Ausrichtung solcher Wettbewerbe spezialisiert.“

Bei dem Rückfragen-Kolloqium hätten sich Mitarbeiter der Architektenbüros mit Vertretern des Auftraggebers und der Verwaltung getroffen, erläutert Schlindwein. „Die haben sich vor Ort alles angeguckt und anschließend ihre Fragen gestellt.“ Diese Vorgehensweise sei üblich, um etwaige Unklarheiten zu beseitigen und alle Teilnehmer auf das selbe Wissens-Niveau zu bringen, von dem aus sie mit der Planung starten können. „Damit der Wettbewerb auch völlig fair verläuft.“ Deswegen werden die Entwürfe auch ohne Namenskennzeichnung von der Jury begutachtet und bewertet. „So hat keines der Büros einen Vorteil und die Entscheidung für die beste Idee fällt objektiv.“

Selbst wenn es in diesem Prozess unerwartete Verzögerungen geben sollte, sei der Termin der politischen Beschlussfassung am 21. Juli nicht gefährdet, so Schlindwein weiter. „Die Genehmigung für das Projekt kann problemlos auch ohne eine endgültig ausgearbeitete Fassade erteilt werden.“

Die Geschäfte, die sich noch in dem alten 60er-Jahre-Bau befinden, bereiten sich derweil auf den Auszug vor. Ein großes gelbes Schild am Glaskasten im Erdgeschoss des Komplexes kündet bereits vom (Teil-)Räumungsverkauf der angebotenen Bekleidungsartikel. Und der Pommes-Frites-Stand bedankt sich auf einem kleinen Plakat artig bei den Kunden, die ihm bisher die Treue gehalten haben. Denn das Imbiss-Geschäft – und das werden viele Husumer wohl besonders bedauern – schließt seine Pforten schon am Ende dieses Monats.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 15:00 Uhr

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