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Husumer Nachrichten

28. Juli 2016 | 00:59 Uhr

Unter Druck : Es bleibt zu wenig Zeit für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

1129 Mitglieder machen die Kreisjugendfeuerwehr in Nordfriesland zur stärksten in Schleswig-Holstein. Doch zu viele Schulstunden bereiten dem Nachwuchs Probleme, ihren wichtigen ehrenamtlichen Einsatz zu leisten.

„Mit 1129 Mitgliedern in 54 Jugendfeuerwehren sind wir der stärkste Verband in Schleswig-Holstein“, freute sich Björn Hufsky bei der Jahresversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Nordfriesland in Hogelund (Gemeinde Goldelund). Aber: „Jedes Jahr verlieren wir rund 30 Nachwuchskräfte aus den Wehren“, gab der Kreisjugendfeuerwehrwart zu bedenken. Gründe sind der Start in eine berufliche Ausbildung oder auch mangelndes Interesse.

Kreispräsident Heinz Maurus sowie Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen nahmen an der Versammlung teil, die neben Berichten von Neuwahlen geprägt war. In seinem Jahresresümee erinnerte Hufsky daran, dass er bereits vor fünf Jahren auf die Konkurrenz der offenen Ganztagsschulen hingewiesen hat. Auf Anfrage habe der Kreisschulverband den Jugendwehren zugesagt, dass sie Projekte in der Zeit von 14 bis 16 Uhr anbieten dürften. „Doch genau das ist unser Problem“, betonte Hufsky, „Jugendfeuerwehrwarte, Betreuer und Ausbilder sind bei uns ehrenamtlich und nicht hauptamtlich tätig.“ Er bat die Politik um Hilfe und wurde sogleich von einem Gast gehört: Die CDU-Landtagsabgeordnete Astrid Damerow versprach, sich in dieser Sache an den Jugendhilfeausschuss des Kreises zu wenden. „Das Gerüst Ganztagsschulen muss so überarbeitet und aufgestellt werden, dass Kindern und Jugendlichen noch ausreichend Freizeit neben und nach der Schule bleibt, um sich bei uns zu engagieren“, forderte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Björn Hufsky bedauerte zudem den Mangel an Helfern und Betreuern in den Jugendwehren. „Das System Ehrenamt krankt und bedarf dringend einer Generalüberholung.“

Bei den Wahlen wurde unter anderem Frederik Huwe (Feuerwehr Tating) zum Kreisjugendgruppenleiter bestimmt. Ehrungen nahmen Landesjugendfeuerwehrwart Dirk Tschechow und Kreiswehrführer Christian Albersten vor. Für seine Verdienste erhielt Peter Timon (St. Peter-Ording) die silberne Leistungsspange der Jugendfeuerwehren Schleswig-Holstein, mit der bronzenen Spange wurde Maria Petersen (Achtrup) ausgezeichnet. Björn Hufsky bekam das schleswig-holsteinische Feuerwehrkreuz in Silber. Ein Pokal für die erfolgreiche Teilnahme am Westküstenmarsch 2013 ging an die Vertreter der Jugendwehr Roter Haubarg Tarik Jannsen und Nico Hansen.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 15:00 Uhr

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