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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 15:30 Uhr

Kids-Camp St. Peter-Ording : Erlebnispädagogik für die Ferien

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch die dritte Auflage des Kids-Camps in St. Peter-Ording kam gut an. Wieder gab es mehr Anmeldungen als Plätze.

Es ist ein Angebot geworden, das Erziehungsberechtigte aufatmen lässt und Kinder von sechs bis zehn Jahren begeistert: Zum dritten Mal veranstalteten Anika Augustin vom Evangelischen Jugenderholungsdorf und Daniel Schädler vom Jugendzentrum in St. Peter-Ording das Kids-Camp SPO 2016. Es dauerte wieder zwei Wochen und wurde nach dem bewährten Verfahren durchgeführt.

Los ging es am 8. August, nun fand die Abschlussveranstaltung in der Aula des Jugenderholungsdorfes statt. Jeweils von montags bis freitags erlebten auch in diesem Jahr Kinder von 9 bis 17 Uhr „Ferien am Ort“ mit Aktionen, Ausflügen und Aktivitäten. In der Saison müssen manche Eltern arbeiten und sind froh, dass es genau in dieser Zeit ein solches, sie entlastendes Angebot gibt, das ihren Kindern zusätzlich etwas Besonderes bietet.

30 Kinder – 21 Jungen und neun Mädchen – konnten teilnehmen. Wieder einmal gab es aber mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Gefördert wird das Angebot unter anderem von „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung. Damit soll garantiert sein, dass für die Kinder auch wirklich „kulturelle Begegnungen“ stattfinden.

Für jeden Tag gab es einen besonderen Programmpunkt – so zum Beispiel eine geführte Wattwanderung, ein Besuch des Westküstenparkes, eine Radtour oder – wie am Montag der zweiten Woche – einen Ganztagesbesuch des Mars-Skipper-Hofes in Kotzenbüll, einem Landschaftsgarten als Erfahrungsfeld für die Sinne. „Es war schon spannend zu erleben, wie die Kinder auf die Herausforderungen reagierten und Mut fassten, sich ihnen zu stellen“, so einer der Begleiter. Es ist schließlich nicht ohne, über die „Wackelbrücke“ zu gehen oder mit der „Seilfähre“ ans andere Ufer zu gelangen, den Kopf in die Öffnungen des „Summsteines“ zu stecken oder sich im Irrgarten zurecht zu finden – und so mit Augen, Ohren und Gefühl seine Umwelt an den verschiedenen Stationen wahrzunehmen und auch ein Kribbeln im Bauch zu verspüren. Für die meisten sind es ganz neue Erlebniswelten, und die Jungen und Mädchen sind immer wieder begeistert.

Kinder verhalten sich in solchen Situationen sozial. Sie unterstützen sich, sprechen sich Mut zu und spotten nicht über die anderen, die sich vielleicht etwas nicht zutrauen oder umkehren. Sie wissen ja, dass das nicht immer so einfach ist. Auch das war immer wieder zu beobachten.

In zwei Gruppen eingeteilt gab es zunächst durch den geschulten Erlebnispädagogen Dirk Marquardt und den Schüler Tom von der Heide eine Einführung in Form eines Rundganges mit Ausprobieren. Maren von der Heide und Stephan Bünsow sind die Inhaber des Erlebnisfeldes mit dem Haubarg, das urig gestaltet und schön in der Eiderstedter Landschaft gelegen ist. Anika Augustin und Daniel Schädler sowie Franziska Tölkes und Caro Woerner – über Bundesfreiwilligendienst und Praktikum im Evangelischen Jugenderholungsdorf tätig – begleiteten die Gruppen und bezogen nachher an bestimmten Orten des Erlebnisfeldes Station, so dass die Kinder immer einen Ansprechpartner hatten. Der 15-jährige Pascal Fuß vom Jugendzentrum und Veit Jagla hatten dabei ebenfalls Aufgaben übernommen. „Die sind alle sehr nett, manchmal auch streng, und passen richtig gut auf uns auf“, waren sich die Kinder einig. Lotta, Madlen, Anna und Kira fanden das Kids-Camp „cool“: „Da macht man jeden Tag etwas.“ Das meinten auch die Jungen Felix, Peer, Ilja und Matteo: „Wir machen viele coole Ausflüge. Das Minigolfen und auch das richtige Golfen haben Spaß gemacht.“

Die Bundesmittel allein reichen nicht für die Durchführung. Außerdem werden sie nur dann gewährt, wenn Unterstützer und Sponsoren vor Ort mitmachen – im Sinne des Bündnisses für Bildung. Dazu gehörten aus St. Peter-Ording Erlebnis-Events, Giftbude, XH2O, Sport 2000, Café diem, „Speel man to“ und aus Tating beziehungsweise Garding der Golfclub Deichgrafenhof und Edeka Pioch.


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