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Vor dem Krokusblütenfest : Er hat die Blüte fest im Blick

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Gärtnermeister Dirk Dibbern ist der Herr der Krokusse im Schlosspark. Eine Woche vorm Krokusblütenfest spricht er über die Liebe zu den Frühblühern.

Er ist der Herr der Husumer Krokusse: Gärtnermeister Dirk Dibbern, Teamleiter beim Kommunalen Servicebetrieb Husum (KSH), sorgt mit seinem Team dafür, dass zum Krokusblütenfest im Schlosspark alles schier ist, die Besucher wissen, wo sie laufen dürfen und dass während der Krokusblüte eine Webcam filmt. Nur eines kann Dibbern nicht: Mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass die lilafarbene Pracht zum genau richtigen Zeitpunkt in voller Blüte steht. Für dieses Krokusblütenfest ist er aber recht optimistisch – so lange noch ein bisschen die Sonne scheint.

4000 bis 5000 Quadratmeter voll mit lilafarbenen Blüten sollen den Park im Idealfall schmücken. Und es werden mehr: „Die Fläche vergrößert sich immer weiter. Als ich den Job vor 18 Jahren übernommen habe, gab es an der Asmussenstraße beispielsweise lange nicht so viele Krokusse. Und auf der Fläche des Festplatzes sind auch welche dazu gekommen.“

18 Jahre im Dienste des Frühblühers – da wird man im Husum zum Experten: Klingelt im Rathaus oder in der Tourismus-Information das Telefon, weil einem Bürger eine komplexe Krokus-Frage unter den Nägeln brennt, wird an Dibbern weitergeleitet. „Viele rufen an, weil bei ihnen im Garten die Krokusse schon blühen und sie sich wundern, warum sich im Schlosspark noch nichts tut.“ Dibbern erklärt dann, dass die Schlosspark-Krokusse immer etwas später kommen.

Und wer wissen will, warum es keine gelben Blüten gibt, der erfährt von ihm, dass das durch die Sorte bedingt ist. „In diesem Jahr wird es aber an einer Ecke Gelb im Schlosspark - ich habe im letzten Jahr Narzissen gesetzt.“ Das aber sei kein Zeichen für einen Krokus-Verdruss seinerseits. Das kleine Pflänzchen kann den Gärtner auch nach all den Jahren noch verzücken: „Dieser Tag der Hochblüte, wenn die Sonne strahlt und der Park lilafarben leuchtet – es gibt doch nichts schöneres“, schwärmt er.

Ohnehin hat er die Blüh-Stadien fest im Blick: Akribisch pflegt Dibbern eine Tabelle, in der seit 1970 eingetragen ist, wann in welchem Jahr der Beginn der Krokusblüte war, wann ihre Hochblüte und wann die lilafarbene Pracht zu Ende ging. Die früheste Blüte der vergangenen 46 Jahre ist darin für das Jahr 1990 verzeichnet: Damals standen die Zeichen schon am 18. Februar auf Lila. Am längsten musste die Stadt 2013 auf die Frühblüher warten: Erst für den 11. April hielt Dibbern den Beginn der Krokusblüte fest. Interessant ist auch die Dauer der Pracht: In der Regel blüht es im Schlosspark für drei bis vier Wochen. Besonders lange Krokus-Perioden von ganzen sechs Wochen sind in Dibberns Liste für die Jahre 1970, 1976, 1979 und 1997 verzeichnet. Als magere Jahre mit nur zwei Wochen Krokusblüte zeichnen sich 1972, 1996, 2005 und 2012 aus.

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erstellt am 11.Mär.2017 | 10:30 Uhr

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