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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

Husumer Kulturzentrum : Enzo Giovanni Panozzo wird neuer Geschäftsführer des Speichers

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Organisator des “Enzo-Festivals“ wird ab September als Nachfolger von Noren Fritsch die Leitung des Kulturzentrums in Husum übernehmen.

Gegenwind, erklärt Enzo Giovanni Panozzo, schreckt ihn nicht. Damit, oder zumindest mit einer gewissen Skepsis seinen Ideen gegenüber, kenne er sich aus: Der 28-jährige Kulturmanagement-Student, der ab September neuer Geschäftsführer des Husumer Speichers wird, hat mit seinen doch recht jungen Jahren in Schleswig-Holstein schon einige Projekte auf die Beine gestellt. Events, bei denen er im Vorfeld regelmäßig zu hören bekam: „Lass das doch, das wird ja nix.“ Darum, dass es am Ende eigentlich immer etwas geworden ist, wie sich auf Nachfrage heraus stellt, macht Panozzo nicht viel Aufhebens. Er habe halt manchmal Ideen, sagt er, „.  .  .  und die entwickeln sich dann so  .  .  .“

Ein paar Beispiele: Zu seinem 16. Geburtstag legte Panozzo, der derzeit in Kiel wohnt, den Grundstein für das heute unter Musikfans recht bekannte Enzo-Festival. Eigentlich sollte es damals nur eine etwas größere Privatparty werden, nun besuchen 1300 Musikfans das von ihm organisierte jährlich stattfindende Event in seinem kleinen Angelner Heimatort Wagersrott. „Natürlich gab es auch zwei, drei Festivals, die aufgrund von schlechtem Wetter nicht so gut liefen“, erklärt Panozzo. Im Grunde aber kalkuliere er damit, bei plus/minus Null raus zu kommen. Und das funktioniert in der Regel auch. Zweites Beispiel: Vor seinem Abitur betrieb der gelernte Veranstaltungskaufmann in einem leerstehenden Angelner Landgasthof für zwei Jahre eine Musikkneipe, in der es monatlich Konzerte gab. Besuchte dafür die nötigen IHK-Lehrgänge und machte einfach mal, „weil es sich anbot“. Und im Frühjahr dieses Jahres organisierte er den „Rock’n’ Roll Train“: Die alte Angelner Dampfeisenbahn verwandelte sich zur rollenden Party-Location, in der unter anderem die Kieler Band Tequila and the Sunrise Gang auftrat

Nun beendet Panozzo sein Studium, schreibt gerade die letzten Seiten seiner Bachelor-Arbeit. Thema: „Kulturperspektiven für den ländlichen Raum“. Das trifft seine Leidenschaft: Events in Großstädten wie Hamburg oder Berlin zu organisieren, habe ihn nie gereizt, sagt er.

Nun also Husum, hier zieht er Mitte August hin. Auf die neue Aufgabe als Geschäftsführer des bekannten Kulturzentrums freue er sich – und habe gleichzeitig hohen Respekt vor der Herausforderung. „Als ich die Ausschreibung gelesen habe, dachte ich gleich, dass ich dort gut aufgehoben bin“, erklärt Panozzo, „ich glaube, dass ich die Anforderungen, also Veranstaltungsorganisation und Konzeptplanung, ganz gut erfülle.“ Noren Fritsch, die bisherige Speicher-Geschäftsführerin, kannte er zudem von verschiedenen kulturellen Events im Lande:. Zudem würden beide mit ähnlichen Agenturen, Bookern und Bands zusammenarbeiten. Ein wirklich gutes Netzwerk sei für diesen Beruf unabdingbar. Dass Noren Fritsch ihn im ersten Monat noch begleiten wird, dafür ist er sehr dankbar. Ohnehin: „Ich finde, sie hat im Speicher einen tollen Job gemacht.“ Er selbst sammelt auch schon fleißig Ideen, was für Veranstaltungen in Husum über das bestehende Angebot hinaus funktionieren könnten. Welche das sind, will er noch nicht verraten. Erst einmal will er die Stadt, ihren Speicher und dessen Strukturen entspannt kennenlernen, sagt Panozzo.

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erstellt am 19.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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