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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Tourismus in Husum : Endlich ziehen alle an einem Strang

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Bürgermeister ist optimistisch, dass die Gründung einer Lokalen Tourismus-Organisation bald möglich ist. Dadurch käme die Stadt an Fördermittel.

Er sei „wild entschlossen, jetzt Pflöcke einzuschlagen“, um die Bildung einer Lokalen Tourismus-Organisation (LTO) voranzubringen, hatte Husums Bürgermeister Uwe Schmitz im Mai gesagt. Denn ohne diesen von der Landesregierung geforderten Zusammenschluss gibt es kein Geld für die Entwicklung touristischer Projekte aus den Kieler Fördertöpfen – und die werden an der nordfriesischen Küste dringend gebraucht.

Inzwischen ist der Verwaltungschef mit seinem Vorhaben ein ganzes Stück weiter gekommen, sagt er: „Im Juli habe ich mich mit Vertretern der Ämter Südtondern und Mittleres Nordfriesland sowie von den Gemeinden Pellworm und Nordstrand und dem Verein Husumer Bucht zusammengesetzt, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen“, sagt Schmitz. Immerhin laufen diesbezügliche Bemühungen ja schon seit 2009. Und die Ankündigung, dass es keine Fördergelder ohne LTO gibt, habe dafür gesorgt, dass mittlerweile alle an einem Strang ziehen würden.

Wie Schmitz schon im Mai angekündigt hatte, favorisiert er die Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts als „geringstmögliche Form der Zusammenarbeit, die seitens des Landes noch als akzeptabel und förderungswürdig“ angesehen wird. „In dieser GbR sollen diejenigen Teile der Marketing-Budgets aller Beteiligten zusammengeführt werden, die dem gemeinsamen Marketing dienen – mit dem Ziel, weiter zusammen zu wachsen“, erläutert Schmitz.

Entsprechende Beispiele gebe es schon in anderen Gebieten Schleswig-Holsteins, so der Verwaltungschef der Storm-Stadt. Im Sommer sei er mit Kai Ziesemer vom Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, der von der Stadt mit der Ausarbeitung der Details beauftragt ist, in Schönberg an der Ostsee gewesen. „Da haben wir uns erklären lassen, wie das die Touristiker dort machen.“

Um eine strukturelle Grundlage zu schaffen, habe Ziesemer von den beteiligten Organisationen die Eckdaten ihrer Marketing-Budgets und deren Aufteilung angefordert. „Die sollten bis Ende Oktober eingereicht sein“, so der Bürgermeister. Damit können auch die nötigen juristischen Prüfungen beginnen. Trotzdem werde noch etwas Zeit vergehen, bis die LTO tatsächlich steht.

„Denn egal, welche Rechtsform wir wählen: Alle Beteiligten müssen auch formell die entsprechenden Beschlüsse zur Beteiligung fassen. Und das klappt in diesem Jahr zeitlich nicht mehr.“
Bürgermeister Schmitz gibt sich aber zuversichtlich, dass seine Pflöcke im ersten Quartal 2017 endlich fest verankert sind.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 14:00 Uhr

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