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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 05:58 Uhr

Freude in Schwabstedt : Endlich: Im März beginnt die Sanierung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Durchfahrtstraße K 135 in Schwabstedt soll nach jahrelangem Warten ab März nächsten Jahres erneuert werden. Sie ist eine gefährliche Buckelpiste für alle Verkehrsteilnehmer.

„Wie lange genau weiß ich nicht, aber schon meine Vor-, Vor-, Vorgänger haben sich über den desolaten Zustand der Hauptdurchgangsstraße geärgert“, sagt Schwabstedts Bürgermeister Jürgen Meyer. Kein Wunder, die K 135 gleicht einer klassischen Buckelpiste für Fahrzeugtests, nur ist kein Automobilwerk in der Nähe. Dort auf einem Kilometer Länge werden Fahrwerk, einschließlich der Dämpfer , ordentlich gefordert. Autofahrer werden durchgeschüttelt, auch wenn sie die vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer einhalten. Viel gefährlicher sei es noch für Radfahrer, die den Mühlenberg von Ramstedt kommend hinunterfahren, sagt der Gemeinde-Chef. Die Gefahr eines Sturzes sei immer gegeben.

Und nun keimt Hoffnung. Nachdem die Gemeindevertreter, einschließlich des Bürgermeisters, immer wieder vertröstet wurden, scheint die Sanierung Realität zu werden. Wenn es das Wetter zulässt, dann sollen im März des kommenden Jahres die Bauarbeiten beginnen. Das sagt zumindest Karl-Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits in diesem Jahr anlaufen sollen, doch daraus wurde nichts. „Wir haben schlichtweg nicht genügend Personal“, sagt Roos. „Wegen eines Krankheitsfalls musste die Maßnahme verschoben werden. Nun ist ein Mitarbeiter ausschließlich damit beschäftigt, die Ausschreibung soll noch im Dezember rausgehen.“

Darüber freut sich Jürgen Meyer, denn dann könnte die 750-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 2018 mit einer neuen Straße gefeiert werden, beziehungsweise vielleicht sogar auf ihr. Das sei doch ein schönes Jubiläumsgeschenk.

Die Sanierung des rund einen Kilometer langen Teilstücks der Kreisstraße mitten durch den Ort kostet rund 1,2 Millionen Euro, die der Kreis Nordfriesland investiert. Weitere 200.000 Euro kommen aus der Gemeindekasse. Nach Einschätzung von Anliegern spottet die Straße jeglicher Beschreibung. Eine Buckelpiste sei im Vergleich zu der Kreisstraße eine erschütterungsfreie Bahn. Um auf die Not von Rad- und Autofahrern aufmerksam zu machen, wurden in der Vergangenheit in die Schlaglöcher sogar Blumen gepflanzt, dennoch wurde das Verfahren nicht wesentlich beschleunigt.

„Die Straße ist einfach hinüber“, stellt Meyer kurz und knapp fest. Schon sein Amtsvorgänger Hans-Hermann Salzwedel musste sich mit dem Problem herumschlagen. Auch dem für die K 135 zuständigen Sachbearbeiter der Kreisverwaltung ist der desolate Zustand nicht neu. Bereits im Jahr 2009 gab er ein vernichtendes Urteil ab: „Mangelhaft“. Die Teilnehmer einer Straßenbegehung im Jahr 2009 waren entsetzt über den Zustand. Ein Jahr später hatte sich immer noch nichts getan, so dass der Bürgermeister der Nachbargemeinde Rantrum, Horst Feddersen, sagte: „Bei der Ausbesserung der Kreisstraße im Ortskern überlassen wir Schwabstedt den Vortritt, die dortigen Verhältnisse sind unhaltbar.“ Schließlich wurde die Sanierung des Straßenabschnitts für 2011 in Aussicht gestellt, doch rutschte dieses Datum immer weiter nach hinten. Jetzt soll es also im März des nächsten Jahres losgehen.

Und ein weiteres Problem stellt sich mittlerweile einigen Anliegern. So beispielsweise dem Ingenieur Klaus-J. Böttcher. „Nachdem wir mit dem Kreis Nordfriesland einen Grundstückskaufvertrag notariell geschlossen haben, ist dieser alleinig unser Vertragspartner. Durch diesen Kaufvertrag sind beispielsweise auch wir in großen Bereichen unseres Grundstückes nicht mehr der direkte Anlieger zur Straße und Gehweg. Mit Einsetzen der Winterperiode mit Schnee und Eis sind wir von der gesetzlichen Verpflichtung entbunden, die öffentlichen Flächen in diesen Bereichen zu räumen und frei zu halten. Die Verantwortung und Haftung ging mit dem Grundstückskaufvertrag voll und ganz auf den Kreis über.“ Das sieht der Kreis anders. Sprecher Hans-Martin Slopianka sagt dazu: „Trotz des unterzeichneten Kaufvertrages sind die bisherigen Eigentümer der Teilflächen immer noch für deren Reinigung verantwortlich, weil das Eigentum erst mit der bisher noch nicht vollzogenen Eintragung in das Grundbuch auf den Kreis übergehen wird.“ Und auch danach sieht die Straßenreinigungssatzung nach Einschätzung des Kreises vor, dass Bürger, die einen Teil ihres Grundstückes verkauft haben, auch weiterhin für dessen Reinigung zuständig bleiben.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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