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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Husum Shopping-Center : Einstimmig zum Einkaufszentrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses stimmten einhellig für den B-Plan und den Vertrag über den Bau des Husum Shopping-Centers.

Auf einmal ging es ganz schnell: Genau eine Stunde Sitzungszeit brauchten die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses gestern, dann hatten sie dem Durchführungsvertrag und dem Bebauungsplan für das geplante Husum Shopping-Center einstimmig zugestimmt. Heute Nachmittag ab 17 Uhr tagen nun die Husumer Stadtvertreter. Sie haben nach dem gestrigen Empfehlungsbeschluss das letzte Wort, ob aus dem Großprojekt etwas wird oder nicht.

Nach dem Verlauf der gestrigen Sitzung zu urteilen, scheint das Projekt nicht wirklich gefährdet. Für den Antrag der Grünen-Fraktion, die Beschlussfassung zu vertagen, stimmte lediglich der Fraktionsvorsitzende der Partei, Frank Hofeditz. Während im Vorfeld auch die Fraktionsvorsitzenden der Wählergemeinschaft Husum und der CDU laut darüber nachgedacht hatten, dem Antrag zuzustimmen, äußerte sich in der gestrigen Sitzung keines der Mitglieder zu dem Thema.

Auch im weiteren Verlauf flammten die bekannten Diskussionen um das Einkaufszentrum nicht wieder auf. Lediglich Frank Hofeditz hatte einige kritische Anmerkungen zur neuen Variante des Durchführungsvertrages, den Bauamtsmitarbeiter Jörg Schlindwein präsentierte. So wird dem Investor in der aktuellen Variante mehr Zeit eingeräumt, das Einkaufszentrum wirklich zu bauen: Statt drei Jahren hat er nun theoretisch vier Jahre dafür Zeit. „Wir haben uns nun unter hohem Zeitdruck mit dem Thema auseinandergesetzt. Und nun soll sich die Fertigstellung um ein Jahr verzögern können. Das passt für mich nicht wirklich zusammen“, so Hofeditz. Schlindwein sagte, er gehe nicht davon aus, dass es zu einer Verzögerung kommen werde. „Wir sind mit dieser Änderung einfach nur dem Wunsch des Investors entgegengekommen.“ Die veränderten Fristen seien nicht zum Nachteil der Stadt.

Ein weiterer Diskussionspunkt, den der Grünen-Politiker aufgriff, ist in Teilen schon in der vorigen Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses thematisiert worden: Wer darf über Veränderungen beschließen, die im Laufe der Umsetzung des Projekts auftreten? Nur die Verwaltung – oder muss die Selbstverwaltung eingebunden werden?

Dass es Veränderungen geben wird, machte Schlindwein deutlich: „Auch die Fassade, über die die Jury entschieden hat, ist nur ein Entwurf.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Schmitz plädierte er dafür, dass die Kommunalpolitik Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung haben sollte: Bei strittigen Punkten würde die Verwaltung die Selbstverwaltung einbinden, ansonsten selbst entscheiden. Solche theoretischen Fälle, in denen die Kommunalpolitik eingebunden werden müsse, aber vorher festzulegen, sei schlicht nicht möglich. „Nicht zuletzt aus einem gewissen Selbsterhaltungstrieb werde ich die Schwelle, wann die Politik einbezogen werden muss, sehr gering ansetzen“, versicherte der Verwaltungschef.

Nach der Protokollierung dieser Aussage stimmten die Ausschussmitglieder dem Bebauungsplan einstimmig zu.

Danach setzte sich das Gremium mit den eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan für das Gelände auseinander. Der Hamburger Stadtplaner Ulf Küssner zeigte sich erstaunt darüber, dass es bei einem Projekt dieser Größenordnung aus seiner Sicht recht wenige Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit gebe. Diese beschäftigten sich vorrangig mit den Themen Verschattung durch das Einkaufszentrum, die steigende Verkehrsbelastung oder die befürchtete Herabsetzung der angrenzenden Kulturgüter, wie beispielsweise dem Torhaus. Aus Sicht des Stadtplaners sorge der Inhalt dieser Stellungnahmen nicht dafür, dass Änderungen am B-Plan vorgenommen werden müssten. Und so wurde auch dieser Tagesordnungspunkt einstimmig beschlossen.

Über diese Einstimmigkeit und über den Verlauf der Sitzung allgemein zeigte sich Peter Cohrs, einer der zwei Geschäftsführer des geplanten Husum Shopping-Centers, erfreut: „Die Einstimmigkeit ist ein großartiges Zeichen dafür, welche Zustimmung es für dieses Projekt in der Politik gibt.“ Der Ausschussvorsitzende Ulf von Hielmcrone bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit. Er sei der Ansicht, die Politik habe das Verfahren gewissenhaft und gründlich begleitet.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 05:13 Uhr

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