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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 09:23 Uhr

Friedliches Friedrichstadt : Einsatzkräfte arbeiten gut zusammen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Stadtfest in Friedrichstadt verlief abgesehen von wenigen Einzelfällen ruhig und friedlich. Wegen der sehr zahlreichen Besucher waren die Parkplätze sehr knapp.

Besonders friedlich ist das diesjährige Lampionfest in Friedrichstadt zu Ende gegangen. Dafür haben wieder einige Kräfte zusammengearbeitet: Neun Beamte der Landespolizei waren mit mehreren Streifenwagen präsent, dazu die Wasserschutzpolizei und eine 18-köpfige Security-Gruppe eines Sicherheitsdienstes. Der Rettungsdienst wurde, wie in allen Vorjahren, gemeinsam von DRK und DLRG wahrgenommen. Auf dem Stadtfeld – neben dem historischen Marktplatz – standen durchgehend mehrere Rettungswagen mit Teams bereit, außerdem betreuten und versorgten Einsatzkräfte von DRK und DLRG Verletzte in einem großen Sanitätszelt.

Zufrieden äußerte sich Sebastian Kuhlmann von der DLRG: „Wir verzeichnen fünf Rettungswagen-Einsätze, daneben haben wir 20 kleinere Vor-Ort-Behandlungen durchgeführt. Zusammenfassend gesagt war es diesmal extrem ruhig und ein schönes und friedliches Fest.“ Diese Einschätzung teilt auch Friedrichstadts Tourismus-Chefin Anke Stecher, die das Traditionsfest im Jahre 2013 übernommen hatte und jetzt zum vierten Male hauptverantwortlich durchführte. Zufrieden äußert sich auch Hartmut Hilbig von der Polizei in einer Abschlussbetrachtung: „Die Schlange der parkenden Fahrzeuge war erheblich größer als in den Vorjahren, wir haben wesentlich mehr Besucher registriert. Geparkt wurde – und das gab es schon lange nicht mehr – auf beiden Seiten der Bundesstraße 202, von den Großparkplätzen der Verbrauchermärkte angefangen durch die Stadt hindurch in Richtung Seeth.“ Am Sonnabend-Abend sei den Beamten nichts anderes übriggeblieben, als ab 19 Uhr die einzig freie Zufahrt zur Stadt – an der Schleswiger Straße – komplett zu sperren und keine Autos mehr in die Stadt hineinzulassen, so Hilbig. „Um keinen Verkehrskollaps zu erleiden, haben wir die Fahrzeuge zum Parken halbseitig auf die Radwege eingewiesen.“

Weniger erfreulich sei dann allerdings gewesen, dass einige Unbefugte kurz vor Mitternacht in Höhe der Tankstelle größere Mülltonnen mitten auf die Fahrbahn der B 202 gestellt hätten. Auch zu einem Einbruch musste eine der Streifen ausrücken, ebenso wurden Körperverletzungen registriert.

Und dann war da noch ein Großeinsatz am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr: „Acht Einsatzkräfte der Polizei sowie Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr suchten auf dem Wasser nach einer vermissten Person.“ Vorausgegangen war dies: Ein sehr großes weißes Schlauchboot mit einem 200-PS-Außenbordmotor beschädigte beim Friedrichstädter Segelclub zwei Boote erheblich. „Wir sind uns noch uneinig, wie er das schaffen konnte“, kommentierte der Polizeisprecher dazu. Tatsache sei aber, dass der Bootführer danach das Weite suchte und schließlich von der Wasserschutzpolizei auf dem Wasser entdeckt wurde. Eine Blutprobe ergab einen nicht tolerierbaren Alkoholwert. Bereits um 6 Uhr rückten Rettungsdienste zur Gemeinschaftsschule aus. Dort lag jemand, der nicht mehr ansprechbar war. Die Person wurde nach Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Seitens des Ordnungsamtes zieht auch Femke Postel eine positive Bilanz – so hätten sich die zweimal durchgeführten Jugendschutzkontrollen als notwendig erwiesen – „und sie stießen auf große Akzeptanz“. In einer konzertierten Aktion kontrollierten drei Mitarbeiter des Kreis-Jugendamtes, drei weitere des Sozialraumträgers Kompass, vier Ordnungsamtskräfte und vier Polizeibeamte gemeinsam auf dem rappelvollen Festgelände. Dabei seien Jugendliche angetroffen worden, deren Erziehungsberechtigte sich nicht in ihrer Nähe aufhielten und nur per Telefon erreicht werden konnten. Kommentar der Ordnungsamts-Mitarbeiterin: „Die Pflicht der Erziehungsberechtigten wird oft sehr lax gesehen – Smartphones als Verbindung zwischen Eltern und Kindern reichen in keiner Weise aus.“

Die Zusammenarbeit aller Sicherheitskräfte sei „außerordentlich gut“ gewesen. Für die Absperrung beim 20-minütigen Höhenfeuerwerk hatte die Pflichtfeuerwehr der Stadt gesorgt, auch dies habe reibungslos funktioniert. Der Bauhof habe den Auf- und Abbau gut wahrgenommen – „aber hinsichtlich der Parkplätze gab es diesmal absolut keine Kapazitäten mehr. Die Besucherzahl war dieses Mal erheblich größer als in den Vorjahren.“

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