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Husumer Nachrichten

21. Februar 2017 | 04:25 Uhr

35. Husumer Hafentage : Ein Schaufenster für Husums Gäste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei der offiziellen Eröffnung der 35. Hafentage musste sich Staatssekretär Frank Nägele Kritik an der Kieler Verkehrspolitik gefallen lassen.

„Weil er das Anglasen immer so gut kann, muss er das auch dieses Jahr machen“, kommentierte Moderator Michael Wittig auf der Volksbank-Bühne, und Dieter Harrsen trat in Aktion: Nach drei zweifachen Glockenschlägen durch den Landrat waren die 35. Husumer Hafentage offiziell eröffnet. Gast aus Kiel war dieses Mal Staatssekretär Frank Nägele vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, der seine Begrüßung kurz hielt. Denn als gebürtiger Schwabe habe er das Sparen gelernt, und „hier hat man mir hier gesagt: Sparen Sie an ihren Worten“. Die Hafentage als „größte Nordsee-Partymeile“ leide ja häufig unter der Witterung, woran dieses Jahr wohl das zeitgleich stattfindende Heavy-Metal-Festival in Wacken schuld sei: „Die haben Regenwetter für Schleswig-Holstein gebucht, denn die Fans dort brauchen den Schlamm, sonst können sie nicht richtig feiern!“

Auch Bürgervorsteher Peter Empen – vom Moderator als „Schmierfett in der Schnittstelle zwischen Politik, Bürgern und Verwaltung“ vorgestellt – zog Parallelen zum Wacken Open Air, das „laut, lauter, am lautesten“ sei, während die Hafentage eher ein „Schaufenster für Husum“ wären. „Aber die Bürger schauen nicht hinein, sondern sind die Darsteller, mit denen sich die Stadt ihren Gästen präsentiert.“ Husumer seien nette Leute. „Aber die können auch wütend werden – etwa, wenn Sie über die Verkehrsverbindungen hierhin nachdenken“, schoss Empen einen Seitenhieb auf Nägeles Ressort ab. Wenn das so weitergehe, gebe es bei den 50. Hafentagen keine auswärtigen Besucher: „Weil die gar nicht hierher kommen können.“

Beim Gesang war man sich da einiger: Mit Unterstützung des Shantychores wurden das Schleswig-Holstein-Lied und „Husum Ahoi“ abgesungen – und dabei schlugen Staatssekretär, Landrat und Bürgervorsteher denselben Ton an.

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erstellt am 04.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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