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Husumer Nachrichten

29. März 2017 | 03:35 Uhr

Ein neues Bus-System für Husum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtvertretung berät kommenden Donnerstag über neue Linienführung / Konzept könnte für die Stadt teuer werden

Sieben Buslinien, die vom ZOB aus die verschiedenen Ortsteile anfahren: So soll nach Wunsch des Finanzausschusses ab Mitte 2018 der Busverkehr in der Stadt geregelt werden. Der Husumer Busverkehr soll im kommenden Jahr neu ausgeschrieben werden (wir berichteten) – im nicht-öffentlichen Teil des jüngsten Finanzausschusses hatte sich die Politik auf diese Variante geeinigt.

Zugrunde liegt dem neuen Konzept unter anderem der Wunsch, das Busfahren in Husum attraktiver zu machen. Wie das neue System im Detail aussehen soll, soll den Bürgern in einer öffentlichen Veranstaltung im Dezember oder Januar präsentiert werden – ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Das Konzept, das eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Politik und verschiedenen Husumer Institutionen – gemeinsam mit dem Ingenieursbüro SHP erarbeitet hat, unterscheidet sich vom derzeitigen System unter anderem darin, dass die Busse die Stadt nicht mehr ring-, sondern eher sternförmig durchfahren (siehe Grafik). Die Endhaltepunkte der Linien: Hattstedt, Mildstedt, Norderschlag, Kronenburg, Plaza, Grunert und die Mozartstraße. Dreh- und Angelpunkt ist der ZOB – dort sollen die Umsteigezeiten sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Fünf der Buslinien fahren in der Hauptverkehrszeit jede halbe Stunde, die Linien nach Hattstedt und Mildstedt einmal pro Stunde. Neben den Stadtbuslinien sollen zwei Schulbuslinien dafür sorgen, dass die Kinder vor und nach dem Unterricht recht zügig zur Schule und wieder nach Hause kommen.

Diese Strategie soll am kommenden Donnerstag im Stadtvertreterkollegium beschlossen werden. Ende des Monats, so Kämmerer Dirk Pohlmann, folgt eine Vorab-Bekanntgabe zusammen mit den ÖPNV-Konzepten für Nordfriesland und St. Peter-Ording. Europaweit haben Unternehmen dann die Chance, sich für die Übernahme eines oder mehrere dieser Busverkehre zu bewerben.

Sollte sich ein Unternehmen finden, das eine stichhaltige Kalkulation vorlegt, die belegt, dass es den Stadtbusverkehr ohne Zuschüsse stemmen kann, ist das Vergabeverfahren vorzeitig beendet, erläuterte Pohlmann weiter. „Das erwarten wir aber nicht“, erklärte der Kämmerer. Schließlich beläuft sich der jährliche Zuschuss für den Husumer ÖPNV schon beim heutigen Modell auf 840  000 Euro. Und während heute 223  000 Bus-Kilometer im Jahr gefahren werden, sind es im neuen Konzept deutlich mehr, nämlich 308  000. Heißt: Dieses System aufrecht zu erhalten wird teurer werden. „Wir gehen davon aus, dass der Defizitausgleich beim neuen Konzept um einen mittleren sechsstelligen Betrag steigen wird“, schätzt der Kämmerer.

Demnach ist es höchst wahrscheinlich, dass der Husumer Busverkehr in der zweiten Jahreshälfte 2017 ausgeschrieben wird. Mitte 2018 sollen die Busse dann nach dem neuem Konzept rollen.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 19:10 Uhr

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