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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 03:09 Uhr

Unbekannter rettet Baby : Ein bescheidener Held im Feuerwehr-Pulli?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Urlauberfamilie suchte in den vergangenen Wochen den Unbekannten, der ihren kleinen Sohn gerettet hat. Bisher vergeblich.

Ein bisschen enttäuscht ist Sebastian Paus schon: Wer der Held im Feuerwehr-Pulli ist, der seinem kleinen Sohn Mitte Oktober in St. Peter-Ording das Leben gerettet hat, weiß er immer noch nicht. „Ich glaube, es ist ein sehr bescheidener Mensch, deshalb meldet er sich nicht“, vermutet der Familienvater aus dem Münsterland.

Der kleine Vincent hatte beim Familienausflug einen Fieberkrampf bekommen, atmete nicht mehr – ein Unbekannter rettete ihn durch eine Herzdruck-Massage. Familie Paus erinnert von dieser Ausnahmesituation nur: Er war Feuerwehrmann aus Husum und auf Kurzurlaub in St. Peter-Ording (wir berichteten). Die Familie wandte sich daraufhin an unsere Zeitung, um Hilfe bei der Suche nach dem Unbekannten zu erhalten. „Ich hoffe jetzt zumindest, dass er den Text in der Zeitung gelesen hat, und weiß, dass es unserem kleinen Mann gut geht“, sagt Paus.

Auch bei der Husumer Feuerwehr ist man ratlos: „Ich glaube nicht, dass es einer von unseren Männern war“, sagt Wehrführer Jürgen Jensen. Die Husumer Feuerwehrkameraden seien mehrfach gefragt worden – Jensen ist sich sicher, dass sich der Held gemeldet hätte, wenn es einer seiner Männer gewesen wäre. Er habe auch schon bei der Feuerwehr des niedersächsischen Husums nachgefragt – doch auch dort wurde man nicht fündig. Hat nun jemand, der nicht zur Husumer Wehr gehört, einen geliehenen Pulli getragen? Oder hat sich Familie Paus schlicht verguckt? Offene Fragen – doch für Jensen steht bei der ganzen Geschichte ohnehin nicht die Identität des Retters im Vordergrund. Sondern die Tatsache, dass jemand überhaupt gerettet hat: „Mich freut einfach, dass es dem kleinen Jungen gut geht.“ Zudem zeige der Vorfall, wie wichtig eine Erste-Hilfe-Ausbildung sei. Die sei Bestandteil der Grundausbildung zum Feuerwehrmann, schade aber auch allen anderen nicht.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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