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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Wellness-Bad in St. Peter-Ording : Dünen-Therme will Preise erhöhen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dünen-Therme will Preise anpassen und somit 103 000 Euro mehr Erlöse erzielen. Im Juli entscheidet die Gemeindevertretung St. Peter Ordings über die Vorlage des Tourismus-Ausschusses.

Die Notwendigkeit eines Multifunktionsgebäudes an der Dünen-Therme steht außer Frage. Doch dass die Präsentation des ausgewählten Entwurfs für den Bau am Ordinger Strand in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verschoben wurde, erfolgte erst nach etwas längerer Diskussion. Zunächst ging es dann vor allem um Preisanpassungen im Wellness-Bad.

Allgemein war die Tagesordnung des Tourismus-Ausschusses St. Peter-Ording umfassend, auch Nachfragen und Meinungen zu den einzelnen Punkten gab es genug. Doch alle Beschlussvorlagen fanden abschließend ein einstimmiges Votum der Mitglieder. Allerdings wurde der Architekt wegen noch offener Fragen vorab kontaktiert, da noch Gesprächsbedarf besteht.

Bei den Punkten Nachtragssatzung über Erhebungen einer Tourismus- und Kurabgabe sowie einer Preisanhebung für Privatzahler bei Kurmittel- und Wellnessbehandlungen und den Tarifen der Dünen-Therme ging es um die Bewertung von Statistiken und daraus zu ziehender Folgerungen.

Von den mehr als 50 Einzelpositionen im Wellnessbereich sollen nach einer zurückliegenden Erhöhung um zwölf Prozent insbesondere die Kurmittelpreise für medizinische Bäder, Schlickpackungen, Inhalationen, Massagen und Physiotherapie für Privatzahler dem Niveau vergleichbarer Anbieter zum 1. Januar 2017 angepasst werden. Damit könnten dann 2017 bis zu 18  000 Euro netto mehr erlöst werden. „Umsatztechnisch nicht der wahre Bringer“, so der Leiter der Wellness-Abteilung Georg Römer. Aber im Vergleich zu Mitbewerbern sei das sinnvoll. Die Kalkulationsgrundlage liege pro Minute bei maximal 1,20 Euro.

Vor dem Beginn der Sitzung unternahmen die Mitglieder des Ausschusses und viele weitere Gemeindevertreter eine Ortsbegehung. Sie wollten sich von den Umbaumaßnahmen und dem neuen Qualitätsstandard sowie dem neuen Blick nach draußen überzeugen. Carsten Werner vom Strand-Gut-Resort und Georg Römer hatten gemeinsam die 20-minütige Besichtigung im Gesundheits- und Wellnesszentrum mit Meditationsraum, Übergang Hotel, Wellnesseinrichtung und Schlick geleitet.

Auf Grundlage eines aktuellen Branchenvergleiches sowie der Erkenntnisse des Bäderreports 2015 wird für die Tarife der Dünen-Therme mit 0,50 Euro eine geringfügige Erhöhung um etwa vier Prozent vorgeschlagen. Damit soll den Kostensteigerungen bei den Betriebskosten entgegengewirkt werden. Durch die Preisanhebung könnte auf der Basis des vergangenen Betriebsjahres von 230    000 Gästen dann ab 1. Januar 2017 ein Mehrerlös von 103  000 Euro netto erzielt werden.

Der Finanzausschuss wird am Dienstag (24.) ebenfalls über diese vier Beschlussvorlagen abstimmen, ehe sie dann in der Sitzung der Gemeindevertretung am 18. Juli abschließend und rechtskräftig verhandelt werden. Bürger haben damit noch einmal Gelegenheit, sich zu informieren. Leider versäumten Interessierte, sich bislang vorab aus erster Hand ein Bild zu verschaffen, hieß es.

Die stellvertretende Tourismusdirektorin vermeldete eine positive Entwicklung bei der Online-Vermittlung von Objekten und Buchungen (wir berichteten) und dadurch einer Zunahme von Provisionserlösen. Tourismusdirektor Rainer Balsmeier teilte für die TZ die Neubesetzung des Personalrates mit und konnte – bezogen auf den Erfolgsplan – eine Verbesserung prognostizieren.

Der erhoffte zügige Umtausch der alten Jahresgästekarten durch Zweitwohnungsbesitzer in neue gestalte sich allerdings als schwierig. Seit 2014 ist dieser Umtausch möglich. Mit bisher 2000 umgetauschten Karten fehle aber vermutlich noch einmal die gleiche Anzahl. Es balle sich an den Wochenenden: Die Kassierer sind jetzt angewiesen, die alten Jahresgästekarten einzuziehen und eine Ersatzkarte zum Umtausch in eine neue auszugeben. Balsmeier bat um Verständnis für diese Maßnahme: „Wenn wir nicht so vorgehen, wird das nie was.“

Ausschussvorsitzender Tim Schäfer berichtete zu einer Anfrage bezüglich möglicher Probleme mit Migranten. Die Mitarbeiter der TZ seien entsprechend geschult worden und haben geeignetes Informationsmaterial für die Neubürger. Bisher habe es keinerlei Probleme gegeben.

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