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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

St. Peter-Ording : Dramatische Rettungsaktion vor St. Peter-Ording

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine 18-jährige Urlauberin verirrt sich im Wattenmeer. Nach vier Stunden werden Spaziergänger auf sie aufmerksam und schlagen Alarm. Sie wird von Feuerwehr und DLRG gerettet.

Die St. Peteraner Rettungskräfte kommen nicht zur Ruhe: Nach der Suchaktion am 25. November (wir berichteten) wurden sie einen Tag später gegen 18 Uhr erneut an den Strand gerufen. Diesmal war es ein Rennen gegen die Zeit, die Dunkelheit und die Flut: Eine junge Frau irrte seit vier Stunden im Bereich Südstrand umher, versuchte vergeblich zurück zum Deich zu kommen, immer wieder blieb sie im Schlick stecken. Spaziergänger hatten ihre Hilferufe vom Seedeich aus vernommen und daraufhin die Rettungsleitstelle alarmiert.

Der Notruf erreichte die Feuerwehr, als sie gerade zu ihrem traditionellen Ball „ausrücken“ wollte. Rasch beschlossen sie, dass ein Teil das Fest in der Utholmhalle eröffnen sollte, während der andere Teil eiligst in Einsatzkleidung und die Fahrzeuge sprang. 15 Aktive der Wehr eilten mit drei Fahrzeugen an den Strand. Die DLRG schickte sieben Einsatzkräfte, ihren Allrad-Rettungswagen und zwei weitere geländegängige Fahrzeuge.

Sehr deutlich vernahmen die Retter, die sich am Strand zur Suche aufteilten, vom Südstrand aus die Hilferufe. Ein Fußtrupp der Feuerwehr begab sich daraufhin mit Taschenlampen in die Salzwiesen, während die DLRG mit zwei Einsatzfahrzeugen und Boot vom Südstrand durch den Ort zur Ordinger Sandbank ausrückten, um von dort die Personenrettung zu unterstützen.

Hinter einem tieferen Priel wurde schließlich die Urlauberin gesichtet. Mehrere Einsatzkräfte wateten in Überlebensanzügen durch das Wasser und retteten die 18-Jährige aus dem Watt. Die junge Frau war unterkühlt und so stark entkräftet, dass sie zu den Dünen südlich der Seebrücke getragen werden musste, wo der Allrad-Rettungswagen der DLRG auf sie wartete. Das Rettungsteam und der Notarzt begannen sofort mit ihrer Behandlung. Sie wurde dann zum Übergang Köhlbrand gefahren, von dort wurde sie mit dem Rettungswagen des Kreises ins Krankenhaus gebracht. Der Einsatz war gegen 20 Uhr beendet.

Die Zusammenarbeit hat, wie Wehrführer Norbert Bies auf Anfrage mitteilte, „wieder einmal sehr gut geklappt“. Neben den Rettern war auch die Polizei mit Streifenwagen im Einsatz. Innerhalb weniger Tage war das nun die fünften Rettungsaktion am Strand von St. Peter-Ording, und in diesem Jahr mittlerweile der 22 Einsatz dieser Art. DLRG und Feuerwehr warnen eindringlich davor, bei schlechter Sicht, Flut und in der Dämmerung hinaus an den Strand, auf die Sandbank und ins Wattenmeer zu gehen.

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